Unfallgeschädigte müssen der Haftpflichtversicherung unnötige Kosten ersparen, auch wenn sie sich zu diesem Zweck verschulden müssen. Das hat das Landgericht Koblenz klargestellt (Az. 5 O 351/07): Der Kläger verzichtete nach einem unverschuldeten Unfall ein halbes Jahr auf sein Auto, da die Versicherung des Gegners die Reparatur nicht bezahlen wollte. Daraufhin forderte der Kläger weitere 5 500 Euro Entschädigung für den langen Ausfall des Fahrzeugs. Zu Unrecht, urteilten die Richter: Der Kläger hätte die Reparaturkosten von 3 100 Euro vor­strecken können, notfalls auch mithilfe eines Kredits. Das wäre trotz Zinsen deutlich günstiger gewesen.

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