Fahrzeughalter, die ihren Wagen ausleihen, verlieren nicht zwangsläufig den Schutz der Kaskoversicherung, wenn der zeitweilige Fahrer grob fahrlässig einen Unfall verursacht. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt zugunsten einer Versicherten, deren Mann mit ihrem Wagen eine rote Ampel missachtet hatte (Az. 7 U 156/03).

Der Versicherer müsse für den Schaden am Wagen trotz grober Fahrlässigkeit aufkommen, so das Gericht. Denn der Fahrzeughalterin könne das Verhalten ihres Mannes nur angelastet werden, wenn dieser quasi als Repräsentant die „Verwaltung“ des Wagens übernommen und sich etwa um Inspektionen und Reparaturen gekümmert hätte. Diese Aufgabenübertragung sahen die Richter hier nicht.

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