Auto­unfall Meldung

Angurten sichert Leben und höheres Schmerzens­geld.

Ein Auto­fahrer, der während der Fahrt nicht ange­schnallt war, haftet bei einem Unfall für seine Verletzungen und für mögliche Folgeschäden. Das gilt auch, wenn er nicht der Unfall­ver­ursacher war. So hat das Ober­landes­gericht München entschieden (Az. 10 U 1931/12). Im vorliegenden Fall kam es zu einem Unfall, weil dem Auto­fahrer die Vorfahrt genommen wurde. Er fuhr ohne Sicher­heits­gurt und wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Noch heute hat er mit den Folgeschäden zu kämpfen.

Weil er nicht ange­schnallt war, wollte der Unfall­ver­ursacher nicht das volle Schmerzens­geld in Höhe von 30 000 Euro zahlen. Das Gericht entschied, dass der Auto­fahrer wegen der Verletzung der Anschnall­pflicht nur zwei Drittel des Schmerzens­gelds erhält.

Hätte er sich ange­schnallt, wären die Verletzungen geringer gewesen. Er trägt deswegen eine Mitschuld an der Schwere seiner Verletzungen, so das Ober­landes­gericht München. Auto­fahrern, die ohne Gurt fahren, droht außerdem ein Bußgeld von 30 Euro.

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