Autoschaden Achtjähriger haftet nicht

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Ein Autofahrer muss den Schaden, den ein Achtjähriger an seinem Auto angerichtet hat, selbst tragen. Das Kind hatte beim Spielen auf dem Gehweg sein Fahrrad losgelassen. Es rollte auf die Straße und rammte ein fahrendes Auto. Der Fahrer bleibt auf den 1 483,27 Euro für den Schaden sitzen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH, Az. VI ZR 42/07).

Kinder, die das siebte, aber noch nicht das zehnte Lebensjahr vollendet haben, sind für Schäden, die sie bei einem Unfall im fließenden Straßenverkehr anderen zufügen, nicht verantwortlich. Ihnen wird zugutegehalten, dass sie Entfernungen und Geschwindigkeiten von Verkehrsteilnehmern nicht einschätzen können.

Anders kann die Rechtslage ­aussehen, wenn Kinder dieser Altersgruppe im ruhenden Verkehr ordnungsgemäß parkende Autos mit ihrem Kickboard (BGH, Az. VI ZR 335/03) oder Fahrrad (BGH, Az. VI ZR 365/03) schädigen. Dann können sie haftbar gemacht werden.

Tipp: Werden Kinder zur Verantwortung gezogen, springt die private Haftpflichtversicherung ihrer Eltern ein. Eltern sollten unbedingt eine Police abschließen, damit sie nicht aus eigener Tasche für Schäden bezahlen müssen.

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