Kunden einer Auto­werk­statt müssen ihren Wagen nicht erneut hinbringen, wenn eine fehler­hafte Reparatur zu weiteren Schäden geführt hat. Sie können sofort Schaden­ersatz verlangen. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. VII ZR 63/18).

Geklagt hatte die Besitzerin eines Volvo V 70. Die Werk­statt hatte bei dem Wagen den Keil­riemen gewechselt und beim Einbau die Spannung nicht korrekt einge­stellt. Die Klägerin bezahlte und nutzte das Fahr­zeug weiter. Der Riemen wickelte sich um die Licht­maschine und verursachte so einen mehr als 1 700 Euro teuren Schaden. Den muss die Werk­statt jetzt bezahlen. Sie hat nicht das Recht, ihn selbst zu beheben. Eine Nachbesserung­schance gibt es nur für die eigentlichen Reparatur­arbeiten. Für Schäden jenseits des Auftrags muss die Werk­statt zahlen.

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