Autokäufer, deren Wagen Probleme macht und die reklamieren wollen, sollten sich immer zuerst an ihren Verkäufer wenden. Denn sie müssen ihm im Fall eines Mangels eine Frist zur Reparatur setzen. Versäumen sie das und fahren sofort zu einer fremden Werkstatt, bleiben sie in aller Regel auf den Kosten sitzen.

Ein Kunde, dessen Wagen bereits bei Kilometerstand 7 400 einen Motorschaden erlitt und der den Motor auf eigene Faust austauschen ließ, musste die Reparaturkosten selbst tragen. Das entschied das Landgericht Gießen (Az. 7 S 453/03).

Tipp: Will der Verkäufer nicht reparieren, lassen Sie sich bestätigen, dass Sie ihm Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben haben. Auch wenn ein Mangel fernab der Heimat auftritt, müssen Sie sich mit ihrem Händler in Verbindung setzen. Läuft noch eine Herstellergarantie, dann erkundigen Sie sich bei der Hersteller-Servicehotline, ob Sie den Schaden bei einem örtlichen Vertragsbetrieb beheben lassen können.

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