Autopanne Meldung

Panne auf der Autobahn: Wer einem anderen Autofahrer helfen will, kann sich dabei selbst in große Gefahr bringen. Immer wieder kommt es im Anschluss an eine Panne zum Crash mit weiteren Fahrzeugen. Wer sich dabei unvorsichtig verhält und verletzt wird, gilt als mitschuldig und verliert einen Teil seiner Versicherungsansprüche, wenn ihm etwas passiert.

Einen Pannenhelfer, der kein Warndreieck aufgestellt hatte, traf es gleich doppelt schlimm. Er wurde nicht nur verletzt, sondern büßte auch noch einen großen Teil des Schmerzensgeldes ein, das ihm normalerweise zugestanden hätte. Wegen des fehlenden Warndreiecks sei er nämlich mitschuldig an dem Auffahrunfall, der sich bei seinem Hilfeversuch ereignete, erklärte der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil (Az. VI ZR 313/99).

Der Mann hatte auf der Bundesautobahn angehalten, um dem Fahrer eines liegen gebliebenen Kleintransporters zu helfen. Während er sein Abschleppseil an dem Transporter befestigte, fuhr ein weiterer Pkw mit großer Geschwindigkeit von hinten auf das Pannenfahrzeug auf. Der Helfer wurde zwischen den beiden Wagen eingeklemmt und schwer verletzt. Als Folge des Unfalls mussten mehrere Fingerglieder seiner rechten Hand amputiert werden.

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