Autoleasing Meldung

Hat ein Leasingkunde kein Recht auf Mängel­be­sei­tigung gegen den Autohändler, kann er die Leasingfirma in die Pflicht nehmen.

Hat ein Leasingauto Mängel, kann der Kunde sich an den Verkäufer des Wagens wenden oder – wenn der jede Haftung ausgeschlossen hat – an die Leasingfirma. Wer zuständig ist, hängt vom Vertrag ab. Meist ist es der Händler.

Üblicherweise kauft die Leasingfirma nach Ab­schluss des Leasingvertrags den Wagen, übergibt ihn dem Kunden und tritt ihm die Gewährleistungsrechte ab, die sie gegen den Verkäufer hat. Der Kunde klärt dann Probleme direkt mit dem Verkäufer. Gegen die Leasingfirma hat er keine Rechte. Doch mitunter gibt es keine Gewährleistungsrechte, die die Leasingfirma abtreten kann. Sie darf auch Wagen verleasen, für die der Händler die Gewährleistung ausgeschlossen hat (Oberlandesgericht Naumburg, Az. 11 U 132/04). Dann haftet sie allerdings selbst.

Tipp: Hat Ihr Auto in solch einem Fall Mängel, sollten Sie gegen die Leasingfirma vorgehen, auch wenn sie die eigene Haftung ausge­schlos­sen hat. Haben Sie keine Rechte gegen den Händler, ist Ihr Haftungsausschluss unwirksam. Sie dürfen dann die Leasingrate kürzen und müssen gar nichts zahlen, wenn der Wagen nicht zu nutzen ist. Bleibt die Leasingfirma untätig, können Sie das Auto reparieren lassen und das Geld zurück­for­dern. Ganz wichtig: Zeigt sich ein Mangel, müssen Sie ihn der Leasingfirma sofort melden.

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