Auto­kinder­sitze Test

Ein sicherer Sitz aus unserem Kinder­sitz-Test 2019 – und das Kind hat gut Lachen.

Schon ein Auto-Aufprall mit Tempo 30 kann tödlich sein. Ein Auto­kinder­sitz soll schützen – tut das aber nicht immer zuver­lässig: Im Kinder­sitz-Test der Stiftung Warentest fallen immer wieder Kinder­sitze wegen gravierender Sicher­heits­probleme durch. Hier finden Sie Test­ergeb­nisse für 491 Auto­kinder­sitze aller Alters­gruppen, davon sind derzeit 248 lieferbar. Frisch sind Testergebnisse für 31 neue Kindersitze. Die meisten schützen gut bei Unfällen. Von zwei Kinder­sitzen raten wir ab: Einer enthält Schad­stoffe, der andere versagt im Crashtest.

Kinder­sitz-Test zeigt: Gute Auto­kinder­sitze schon ab 50 Euro

Von den 31 frisch getesteten Sitzen und Babyschalen schneiden viele gut ab, ein Kinder­sitz bekommt sogar ein „Sehr gut“. Sie bieten hohe Sicherheit bei einem Aufprall von vorn oder von der Seite. Erfreulich: Gute neue Auto­kinder­sitze gibt es schon ab 50 Euro. Und viele vormals getestete gute und sehr gute Sitze sind noch erhältlich.

Neu im Kinder­sitz-Test ist die i-Size-Babywanne Maxi-Cosi Jade, die quer zur Fahrt­richtung auf dem Sitz steht. Sie braucht zwei Sitz­plätze, ist dafür aber praktisch, sehr sicher und lässt sich auch als Kinder­wagen­aufsatz nutzen.

Ebenfalls neu im Kinder­sitz-Test ist der Apramo All Stage. Dieser Auto­kinder­sitz soll Begleiter fürs ganze Kinder­leben sein. Doch der Spagat geht zu Lasten der Sicherheit. Beim Frontal­aufprall machten die Tester ein erhöhtes Verletzungs­risiko aus. Das Gesamt­urteil ist daher nur ausreichend. Noch ärger hat es Maxi-Cosi Tobifix erwischt. Der Sitz hat gute Werte bei der Sicherheit, patzt aber im Prüf­punkt Schad­stoffe. Im Bezugs­stoff fanden wir das Flamm­schutz­mittel TCPP. Es steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen und gehört nicht in einen Kinder­sitz.

Video: Immer wieder fallen Sitze spektakulär durch

Immer wieder fallen Sitze im Kinder­sitz-Test auch durch Schwächen im Unfall­schutz auf − aktuell der Chicco Oasys (siehe Warnung unten). Was geschehen kann, wenn ein Auto­kinder­sitz in Sachen Sicherheit versagt, zeigt unser Video. Hier fliegt ein Modell mit Dummy im hohen Bogen durch das Test­labor.

Eindrucks­volle Beispiele aus vergangenen Kinder­sitz-Tests: Bei beiden Sitzen aus dem Test 2017 besteht ein hohes Verletzungs­risiko beim Frontalcrash.

Das biete Ihnen unsere Kinder­sitze-Tests

Test­ergeb­nisse. Unsere Daten­bank enthält Testbe­richte, Preise und Fotos für alle Auto­kinder­sitze, die die Stiftung Warentest seit 2009 getestet hat: Testergebnisse für 491 Autokindersitze.

Smarte Filter. Meist reichen drei Filterklicks, und Sie haben in Ihrer persönlichen Bestenliste den für Ihr Kind geeigneten und sicheren Sitz gefunden. Die Test­ergeb­nisse Ihrer individuellen Auto­kinder­sitz Testsieger können Sie als PDF herunter­laden und ausdrucken.

Heft­artikel. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten der Daten­bank Zugriff auf die Autokindersitz-Tests aus der Zeitschrift test.

Kauf­beratung. Sie erhalten umfang­reiche Kauf­tipps sowie wert­volle Hinweise zur Richtigen Hand­habung. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Auto­kinder­sitze finden Sie im FAQ Autokindersitze.

Auto­kinder­sitze haben immer wieder Schad­stoff­probleme

Seit 2011 führt die Stiftung Warentest beim Kinder­sitz-Test auch eine Schadstoffprüfung durch. Die Chemiker fahnden nach folgenden Substanzen: PAK (Poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe), Phthalate (Weichmacher), Flamm­schutz­mittel, Organozinn­verbindungen, pheno­lische Verbindungen, Farb­stoffe, Form­aldehyd und Metalle. Solche Schad­stoffe gehören nicht in Auto­kinder­sitze. Und doch kommen sie vor. Ein Sitz des aktuellen Testdurchgangs wurde aufgrund von Schad­stoffen mit Mangelhaft bewertet. Insgesamt waren die Sitze im jüngsten Kinder­sitz-Test aber erfreulich unauffäl­lig.

Stiftung Warentest warnt vor Kinder­sitz Chicco Oasys i-Size

Die Stiftung Warentest warnt davor, den Kinder­sitz Chicco Oasys i-Size weiter zu verwenden. Der i-Size-Sitz für Kinder bis 78 cm Körpergröße versagte im Gemein­schafts­test beim Frontalcrash. Beim Aufprall im Kinder­sitz-Test riss das Gurt­schloss mit dem Schritt­gurt vorne aus der Sitz­schale heraus. Bei einem Unfall würde das Kind aus dem Sitz geschleudert. Der Anbieter hat nach eigenen Angaben reagiert und liefert ab sofort nur noch über­arbeitete Sitze aus. Besitzern des Sitzes bietet Chicco einen Umtausch der betroffenen Teile an. Der Kunden­dienst ist über die Chicco-Website erreich­bar.

Auto­kinder­sitz kaufen – so gehen Sie vor

Wenn Sie Ihr Wunsch­modell in der Test­daten­bank gefunden haben, sollten Sie auf Tour gehen: Schauen Sie sich den Sitz im Fach­handel an. Ausprobieren ist Pflicht. Passt der Sitz in Ihr Fahr­zeug? Prüfen Sie Alternativen. Klicken Sie auch auf die Website des Anbieters. Dort finden Sie verschiedene Designs sowie Listen mit passenden Auto­modellen für die Kinder­sitze.

Ausprobieren. Lassen Sie Ihr Kind Probe sitzen, bevor Sie einen Kinder­sitz kaufen. Prüfen Sie Pass­form und Komfort. Bauen Sie den Sitz unbe­dingt ins eigene Auto ein. Dabei fallen ganz schnell Probleme auf, wie zu kurze Gurte oder fehlender Einbauplatz. Manche Sitze sind so breit, dass auf der Rück­bank nur zwei neben­einander passen. Für ein drittes Kind oder einen Erwachsenen bleibt dann nur noch der Beifahrersitz. Die Stiftung Warentest hat das Platz­angebot in verschiedenen Autos untersucht. Details finden Sie in unserer Daten­bank Autos und Kindersitze: Die besten Autos für Familien.

Prüfsiegel. Achten Sie beim Kauf auf das Prüfsiegel ECE R 44 mit der Prüf­nummer 03 oder 04. Der orangefarbene Aufkleber garan­tiert, dass der Sitz nach der neuesten Norm getestet und zugelassen ist. Sitze der älteren Norm EC 44 01 oder 02 sind seit einigen Jahren verboten. Die i-Size-Kinder­sitze haben auch eine Prüfnorm. Sie sind mit ECE R 129 gekenn­zeichnet. Das ist eine interna­tionale Norm, die mitt­lerweile in mehr als 60 Staaten gilt.

Design. Die meisten Kinder­sitze sind in verschiedenen Ausführungen zu haben. Zur Wahl stehen: Farbe, Bezugs­stoff und Dekor. Auch das beein­flusst den Preis. Für die Sicherheit spielt das Dekor keine Rolle: Wählen Sie also, wenn Sie sparen wollen, die billigste Variante eines guten Kinder­sitzes.

Zubehör. Sonnendach, Kopf­stütze, Sitz­verkleinerer und Gurt­polster sind manchmal inklusive. Bei anderen Modellen kostet das Zubehör extra. Fragen Sie nach und kalkulieren Sie den Preis für alle Teile, die Sie brauchen.

Auto­kinder­sitz gebraucht kaufen? Meist keine gute Idee

Zweite Hand. Finger weg von Flohmarkt­käufen. Verwenden Sie gebrauchte Auto­kinder­sitze nur, wenn Sie Herkunft und Vorgeschichte kennen. Achten Sie darauf, dass alle Gurte und Polster und – ganz wichtig – die Gebrauchs­anleitung vorhanden sind.

Schrott. Nach einem Unfall sind Kinder­sitze Schrott. Selbst wenn sie äußerlich unver­sehrt sind. Haarrisse im Material können den Sitz unsicher machen. Zerschneiden Sie die Gurte und entsorgen Sie den Sitz via Händler oder Wert­stoff­samm­lung. Beispiel: Die Berliner Stadt­reinigung nimmt Auto­kinder­sitze kostenlos auf ihren Recycling­höfen an.

Sparen. Sparen können Sie auch, wenn Sie einen in Maßen mitwachsenden Kinder­sitz wählen. Sitze für Kinder bis 13 Kilogramm Gewicht etwa vereinen Babyschale und Kinder­sitz für kleine Kinder. Mitwachsende Sitze der Gruppe I/II/III (also von 9 bis 36 Kilogramm Körpergewicht) schützen sogar Kinder von ein bis zwölf Jahren. Kaufen Sie aber nur gute Sitze. Tipp: Unsere Daten­bank nennt mehrere Babyschalen, die nicht nur gut abschneiden, sondern auch weniger als 100 Euro kosten.

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TestAuto­kinder­sitze25.05.2019
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