Autokindersitze Test

Viele Eltern schnallen ihre Kinder im Auto nicht richtig an. 17 Prozent der Kindergartenkinder und 37 Prozent der Schüler fahren schlecht gesichert, so eine Studie des ADAC. Schon ein Aufprall mit Tempo 30 kann tödlich sein. Kindersitze schützen. test.de zeigt die besten Modelle und gibt Tipps zur Sicherheit.

Zu diesem Thema bietet test.de jetzt den Produktfinder Autokindersitze

Kompletten Artikel freischalten

TestAutokindersitzetest 06/2009
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten).

Isofix sicher

„Isofix fährt vorn“ titelte die Stiftung Warentest im Jahr 2005. Autokindersitze mit Isofixbefestigung sind besonders sicher, zeigte auch der Test im Jahr 2007. Zwei Autokindersitze mit Isofix-Befestigung fuhren damals sehr gute Noten ein: Maxi Cosi Cabriofix und Römer Baby Safe Plus. Das hatte bis dahin kein Kindersitz geschafft. Die fest im Fahrzeug verankerte Isofix-Befestigung schien fast schon eine Garantie für einen sicheren Sitz zu sein.

Nicht automatisch gut

Zu früh gefreut. Der aktuelle Test zeigt: Isofix ist nicht automatisch gut. Die Konstruktion des Kindersitzes muss dazu passen. Neben den sehr guten Sitzen sind auch schlechte im Handel. Der IWH Babymax geht trotz Isofix-Befestigung mit mangelhaft aus dem Rennen. Die Schale ist in Kombination mit ihrer Isofixbasis nicht sicher.

22 Kindersitze im Test

Die Stiftung Warentest hat aktuell 22 Autokindersitze für alle Altersgruppen getestet. Gemeinsam mit dem ADAC und anderen Automobilclubs und Verbraucherorganisationen. Aufwändige Crashtests sollten Schwachstellen zeigen. Beim IWH Babymax kommt die Gefahr von vorn. Beim Frontalaufprall reißen die Hosenträgergurte aus der Sitzschale. Die Basis selbst hält. Der gleiche Kindersitz mit Autogurt schützt besser. Testurteil hier: befriedigend. Die besten Babyschalen im Test kommen allerdings mit guten Noten ins Ziel: Römer Baby Safe Plus mit gegurteter Basis (Preis ab 195 Euro) und Cybex Aton (129 Euro).

Rückwärts ist angesagt

Babys und Kleinkinder reisen dabei entgegen der Fahrtrichtung. Bei einem Aufprall ist ihre empfindliche Halswirbelsäule so besser geschützt. Unfallforscher empfehlen den rückwärtsgerichteten Sitz auch für ältere Kinder. Etwa bis vier Jahre. In Skandinavien sind solche Sitze längst üblich. Deutsche Eltern zögern. Die rückwärts gerichteten Sitze brauchen mehr Platz. Der Einbau in Kleinwagen ist schwierig. Oft muss der Beifahrersitz ganz nach vorne rücken. Die Mühe zahlt sich aber durch Sicherheit aus. Das zeigen die Kindersitze von Volvo und HTS Besafe iZi Kid X1. Beide rückwärtsgerichtete Kindersitze schützen gut. Bei einem Frontalaufprall sogar sehr gut.

Sitzerhöhung reicht nicht

Kinder ab vier Jahren fahren in ihren Sitzen dagegen stets in Fahrtrichtung. Die Nackenmuskulatur ist bei größeren Kindern besser ausgeprägt und der Kopf ist im Vergleich zum Körper nicht mehr so schwer. Gut angeschnallt und geschützt im Kindersitz können ältere Kinder die Schleuderkräfte bei einem Unfall sicher überstehen. Autogurt und Sitzerhöhung reichen dafür nicht. Nur ein Kindersitz mit Rückenlehne, Kopfstütze und Seitenschutz ist sicher. Gönnen Sie Ihrem Kind diese Sicherheit.

Hinten oder vorn?

Ob der Kindersitz vorn oder hinten im Fahrzeug montiert wird, spielt für die Sicherheit dagegen kaum eine Rolle. Auch der Beifahrersitz ist ok. Wichtig: Schalten Sie den Airbag ab, wenn Sie einen rückwärtsgerichteten Sitz montieren. Der explodierende Luftsack würde das Kind bei einem Unfall sonst förmlich erdrücken. Für vorwärtsgerichtete Kindersitze gilt: Beifahrersitz nach hinten zurückschieben. Airbag angeschaltet lassen.

Drei Sitze für ein Kinderleben

Crashtestexperten empfehlen zwei oder drei Sitze für ein Kinderleben: Eine Babyschale für die ersten 10 bis 15 Monate, einen Gruppe I Sitz bis zum vierten Lebensjahr und einen mitwachsenden Sitz der Gruppe II/III für die Zeit von 4 bis 12 Jahren. Alternative: Ein mitwachsender Sitz der Gruppe 0/I, der Babyschale und Kindersitz vereint. Dann braucht es insgesamt nur zwei Sitze. Wichtig: Stellen Sie den Sitz immer optimal auf Ihr Kind ein. Die Tipps helfen dabei.

Jetzt freischalten

TestAutokindersitzetest 06/2009
1,50 €
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 11 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 848 Nutzer finden das hilfreich.