35 000 Kinder werden jährlich im Straßenver­kehr verletzt. Jedes dritte davon im Auto. Viele Verletzungen könnten vermieden werden: Durch einen guten Kindersitz. Der muss passen und richtig befestigt werden. Im Test: 27 Auto­kinder­sitze für alle Altersklassen. Preise: 80 bis 500 Euro. test.de zeigt die besten Modelle und gibt Tipps zur Sicherheit.

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TestAutokindersitzetest 06/2007
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Isofix fährt vorn

Autokindersitze mit Isofixbefestigung sind besonders sicher. Die fest im Fahrzeug verankerten Sitze fahren im Test ganz vorn. Obgleich sie auf der Rückbank montiert werden. Beispiel: Der Maxi Cosi Cabriofix. Mit dem Easyfix Befestigungssystem schützt dieser Sitz sehr gut. Testsieger, Qualitätsurteil sehr gut, Note 1,4. Preis: 268 Euro. Voraussetzung ist ein modernes Auto mit Isofixösen. Das Fahrzeug muss für den jeweiligen Kindersitz zugelassen sein. Die Isofixbasis des Kindersitzes wird fest mit den Ösen im Fahrzeug verbunden. Den eigentlichen Kindersitz klinken die Eltern auf der Isofix-Basis ein. Ein Stützfuss gibt dem Maxi Cosi Cabriofix zusätzlichen Halt. Auch Recaro geht diesen Weg. Mit Erfolg: Die Isofixsitze schützen fast immer etwas besser als vergleichbare Universalkindersitze mit Gurtbefestigung.

Gut auch mit Gurt

Wer Isofixanker im Auto hat, sollte diese also auch nutzen. Wenn sie fehlen, ist das widerum kein Problem. Viele Universalsitze schützen ebenfalls gut. Nicht ganz so gut wie die Isofixsitze – aber doch zuverlässig. Beispiel: Babyschalen. Der beste Universalkindersitz der Gruppe 0+ für Kleinkinder bis 13 Kilogramm heißt Maxi Cosi Citi SPS. Qualitätsurteil gut, Note 2,0. Der Citi SPS wird mit Autogurt befestigt. Voraussetzung: ein Standard-Dreipunkt-Gurt wie er in den meisten Fahrzeugen vorhanden ist. Das Kind sitzt im Maxi Cosi Citi entgegengesetzt zur Fahrtrichtung. Wie bei den anderen Babyschalen auch.

Airbag abschalten

Kleinkinder sind entgegengesetzt zur Fahrtrichtung am besten geschützt. Der Kindersitz fängt die Schleuderkräfte bei einem Frontalaufprall ab. Der sicherste Platz für den Kindersitz ist die Rückbank. Auch der Beifahrersitz ist ok. Wichtig: Wer die Babyschale dort montiert, muss zuvor den Airbag abschalten. Wenn der Luftsack bei einem Unfall explodiert, könnte er das Kind förmlich erdrücken. Größere Kinder fahren in ihren Sitzen dagegen stets in Fahrtrichtung. Die Nackenmuskulatur ist bei größeren Kindern besser ausgeprägt und der Kopf ist im Vergleich zum Körper nicht mehr so schwer. Gut angeschnallt und geschützt im Kindersitz können ältere Kinder die Schleuderkräfte bei einem Unfall überstehen.

Noch strenger getestet

Welche Kräfte bei einem Unfall wirken und wie gut die Kindersitze schützen, analysiert die Stiftung Warentest in Crashversuchen. Gemeinsam mit dem ADAC und anderen Automobilclubs und Verbraucherorganisationen. Im aktuellen Test setzten die Experten erstmals Q-Dummys ein. Diese neue Generation von Messpuppen liefert noch genauere Daten. Auch die Testbedingungen wurden verschärft. Neben dem Frontalaufprall geht der Schutz beim Seitenaufprall jetzt stärker ins Qualitätsurteil ein. Erfreulich: Trotz der hohen Anforderungen fahren viele Kindersitze gute Noten ein. Mit dem Maxi Cosi Cabriofix gibt es sogar erstmals einen sehr guten Autokindersitz im Test.

Drei Sitze fürs Kind

Einen Sitz für alle gibt es dagegen nicht. Mitwachsende Autokindersitze sollen zwar für verschiedene Altersgruppen taugen, doch das funktioniert nur begrenzt. Beispiel: Chicco Max 3s und Teamtex Newfix SP. Die Anbieter versuchen hier einen großen Spagat. Die Sitze sollen bereits kleine Kinder ab etwa einem Jahr schützen, aber auch 10– bis 12-jährige mit einem Körpergewicht von bis zu 36 Kilogramm. Ergebnis: ein fauler Kompromiss. Der Chicco Max ist insgesamt nur knapp ausreichend, der Teamtex Newfix sogar mangelhaft. Die Crashtestexperten empfehlen stattdessen drei Sitze für ein Kinderleben: Eine Babyschale für die ersten 10 bis 15 Monate, einen Gruppe I Sitz bis zum vierten Lebensjahr und einen mitwachsenden Sitz der Gruppe II/III für die Zeit von 4 bis 12 Jahren. Wichtig: Stellen Sie den Sitz immer optimal auf Ihr Kind ein. Details in den Tipps.

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