Die Haftung für versteckte Mängel bleibt, auch wenn „gekauft wie gesehen“ vereinbart war. Das hat das Ober­landes­gericht Oldenburg bekräftigt (Az. 9 U 29/17). Es bestätigte die Verurteilung eines Mannes, der einer Frau einen Gebraucht­wagen für 5 000 Euro verkauft hatte. Später stellte sich heraus, dass der Wagen einen nicht fachgerecht reparierten Unfall­schaden hatte. Das konnte ein Laie bei der Besichtigung nicht erkennen. Der Mann muss der Frau jetzt den Kauf­preis erstatten und den Wagen zurück­nehmen. Der Bundes­gerichts­hof hatte zu einem Gekauft-wie-gesehen-Vertrag im Früh­jahr 2016 ebenso geur­teilt (Az. VIII ZR 261/14).

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