Autokauf Meldung

Einigen sich Privatleute beim Autokauf darauf, einen Vertragsvordruck zu verwenden, können sie später an Details nicht mehr rütteln. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Musterverträ­ge in so einem Fall nicht als allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) anzu-sehen sind.

Die Folge: Enthält das Muster unfaire Klauseln, die in AGB unwirksam wären, gelten sie in so einem Fall trotzdem (Az. VIII ZR 67/09).

Davon profitierte der Verkäufer eines gebrauchten Volvos. Sein Käufer hatte Mängel moniert und 1 000 Euro vom Kaufpreis zurückverlangt. Durch eine unfaire, aber wirksame Klausel im Vertrag konnte der Verkäufer die Forderung des Käufers abwehren.

Tipp: Wenn Sie bei einem privaten Geschäft von der Gegenseite massiv gedrängt werden, ein bestimmtes Musterformular zu akzeptieren, dann vermerken Sie darauf, dass es „vom Verkäufer gestellt“ wurde. Dann gilt das Muster als AGB des Verkäufers. Das hat zur Folge, dass fiese oder überraschende Klauseln unwirksam sind. Sie können sich dann später wehren.

Dieser Artikel ist hilfreich. 297 Nutzer finden das hilfreich.