„In keiner anderen Branche wird der Kunde zweimal zur Kasse gebeten – nur beim Autokauf lassen wir uns das bieten.“ Mit dieser harschen Kritik hat der ADAC die Praxis der Überführungskosten bei Neuwagen angeprangert. Zwischen 200 und 700 Euro müssen Autokäufer zusätzlich dafür bezahlen, dass der Wagen geliefert wird. Im europäischen Ausland, so der ADAC, sind Überführungskosten fast überall ein Fremdwort. Geradezu absurd sei es, wenn die Überführungskosten selbst dann noch anfallen, wenn der Käufer seinen Wagen selbst direkt im Werk abholt. Nur Mercedes sei da eine löbliche Ausnahme. Der ADAC fordert von der Autoindustrie im Juniheft der „motorwelt“, ihre Produkte zu einem Komplettpreis anzubieten. An den Verbraucher geht der Rat, beim Neukauf gleich nach den Überführungskosten zu fragen, weil die auch beim gleichen Wagen von Händler zu Händler unterschiedlich sein können.

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