Verlangt der Käufer eines Neuwagens, dass Mängel beseitigt werden, verzichtet er damit nicht auf ein fabrikneues Fahr­zeug. Die Nachbesserung muss so ausfallen, dass das Auto dem Auslieferungs­stan­dard ab Werk entspricht. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. VIII ZR 374/11). Der Kläger hatte bei einem Vertrags­händler einen BMW 320d als Neuwagen zum Preis von 39 000 Euro bestellt. Als der Wagen geliefert wurde, verweigerte der Käufer die Annahme, weil er Schäden an der Lackierung und der Karosserie entdeckte. Er verlangte eine Nachbesserung und setzte dem Auto­haus dafür eine Frist. Die Reparatur fiel aber nicht ordnungs­gemäß aus, was ein Sach­verständigen­gut­achten bestätigte. Der Käufer trat schließ­lich vom Vertrag zurück und verklagte das Auto­haus. Es muss nun, so das Urteil des Bundes­gerichts­hofs, die Anzahlung in Höhe von 10 000 Euro erstatten und die Sach­verständigen­kosten ersetzen.

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