Auto­kauf Meldung

Tacho. Eine Manipulation sieht man einem Auto nicht immer an.

Für viele Gebraucht­wagenkäufer ist die Herstel­lergarantie besonders wichtig. Nur was, wenn die nur auf dem Papier steht, tatsäch­lich aber – etwa wegen Manipulationen durch den Vorbesitzer, gar nicht mehr existiert? Hier lesen Sie, welche Rechte Käufer solcher Wagen haben.

Audi weigert sich im Garan­tief­all

Ein Mann hatte von einem Onlinehändler einen Gebraucht­wagen der Marke Audi gekauft. Für diesen lief noch eine Herstel­lergarantie von mehr als einem Jahr. Schon kurz nach dem Kauf machte der Motor Probleme und musste repariert werden. Wegen der Herstel­lergarantie musste der Kläger für die Reparatur nichts zahlen. Als er weitere Garan­tieleistungen in Anspruch nehmen wollte, weigerte sich Audi, diese zu erbringen. Begründung: Das Fahr­zeug wurde vor der Über­gabe an den Kläger an Tacho und Motorsteuerung manipuliert.

Käufer kann sich beim Händler schadlos halten

Audi entzog die Herstel­lergarantie und forderte auch die Kosten der ersten Reparatur anteilig zurück. Darauf­hin trat der Kläger unter Verweis auf die fehlende Herstel­lergarantie vom Kauf­vertrag zurück. Er verlangte vom Auto­händler die Rück­zahlung des Kauf­preises sowie den Ersatz seiner Kosten. Der Bundes­gerichts­hof gab ihm Recht. Fehlt die Herstel­lergarantie bei einem Gebraucht­wagen, ist er mangelhaft. Sie sei ein Beschaffen­heits­merkmal mit erheblichem wirt­schaftlichen Gewicht. Fällt sie weg, sei dies ein Mangel des verkauften Gebraucht­wagens. Der Käufer sei dann zum Rück­tritt vom Kauf­vertrag berechtigt (Az. VIII ZR 134/15).

Tipp: Viele weitere wert­volle Informationen rund um den Auto­kauf finden Sie auf der Themenseite Autokauf.

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