Autokauf Meldung

Ein Auto zu leasen, lohnt sich für Privatleute meist nicht. Außerdem gibt es häufiger rechtliche Auseinandersetzungen mit Leasingfirmen. Da hatte eine Firma den Vertrag schon nach 16 Monaten fristlos gekündigt, weil der Kunde keine Raten mehr zahlte. Bei der Abrechnung berücksichtigte sie nicht – wie bei normalem Vertragsablauf – den kompletten Restwert des Autos mit 100 Prozent, sondern nur 90 Prozent. Begründung: Erstens sehe das Kleingedruckte dies bei fristloser Kündigung vor, zweitens würde der Leasingfirma ein möglicher Gewinn entgehen, denn bei normalem Vertragsablauf bringe ein Verkauf des Autos eventuell mehr ein als den kalkulierten Restwert, und von diesem Mehrerlös hätte sie 25 Prozent bekommen.

Der Bundesgerichtshof mochte dieser Luftschloss-Rechnung nicht folgen: Die Firma habe zwar Anspruch darauf, bei Kündigung nicht schlechter zu stehen als bei ordentlichem Vertragsablauf – aber sie dürfe auch nicht besser fahren. Deshalb musste sie 100 Prozent Restwert ansetzen (Az. VIII ZR 147/01).

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