Sein Auto zu verleihen, kann teuer werden, wenn der Fahrer einen Unfall verursacht. War er mitschuldig, muss die Kfz-Haftpflichtversicherung des Autohalters den Schaden mindestens teilweise ausgleichen. Danach stuft sie den Halter in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse zurück, was seine Beiträge erhöht. Der Halter kann nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom Unfallfahrer dafür keinen Ersatz verlangen (Az. 17 U 121/02).

Ein Mann hatte einer Bekannten sein Auto geborgt. Die Frau verschuldete einen Unfall. Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Mannes trug den Schaden am Fremdfahrzeug, stufte ihn aber zurück, was seinen Beitrag um 1 086 Euro verteuerte. Dafür und für Schäden an seinem Auto forderte der Autobesitzer Ersatz von seiner Bekannten. Die Richter wiesen die Klage ab. Der Ersatzanspruch für Schäden am Auto sei nach drei Jahren (inzwischen zehn, d. Red.) verjährt. Für einen Ausgleich der Höherstufung fehle die Rechtsgrundlage.

Tipp: Bevor Sie Ihr Auto ausleihen, vereinbaren Sie am besten schriftlich, dass der Ausleiher bei einem selbst verschuldeten Unfall auch Ihre höheren Versicherungskosten übernimmt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 462 Nutzer finden das hilfreich.