Auto­fahren im Ausland Andere Länder, andere Regeln

Auch im Ausland schützt Unkennt­nis nicht vor Strafe. Wer mit dem Auto reist, sollte die Regeln vor Ort kennen. Warn­westen, Kameras oder Radarwarner im Auto, Bußgelder – manche Bestimmungen unterscheiden sich im Ausland deutlich von denen hier­zulande. Und auch, wer bei Verkehrs­verstößen erwischt wurde, kann dort oft noch sparen: Bei schneller Zahlung gibt's zum Beispiel Rabatte.

Bußgelder

Urlaubern, die im Ausland gegen die Verkehrs­regeln verstoßen, drohen in vielen Ländern höhere Bußgelder als bei uns. Manche Länder bieten bei schneller Bezahlung Rabatte an. In Spanien zum Beispiel werden nur 50 Prozent des Bußgelds fällig, wenn der Fahrer inner­halb von 20 Tagen bezahlt.

Keine Punkte

Auto­fahren im Ausland - Andere Länder, andere Regeln
Im Ausland geblitzt? In Flens­burg bekommt der Fahrer dafür keine Punkte.

Seit Oktober 2010 können nicht­bezahlte Bußgelder aus anderen EU-Ländern in Deutsch­land voll­streckt werden. Das gilt aber nur für Geld­strafen, nicht für Fahr­verbote oder Führer­schein­entzug. Wer im Ausland geblitzt wurde, weil er zu schnell gefahren ist, bekommt dafür keine Punkte in Flens­burg. Oft kassiert die ausländische Polizei direkt vor Ort. Wer nicht bezahlt, muss damit rechnen, dass sein Auto beschlag­nahmt oder still­gelegt wird.

Vorsicht, Kamera

Immer mehr Auto­fahrer haben auf dem Armaturenbrett oder der Wind­schutz­scheibe eine Mini-Video­kamera (Dashcam), die während der Fahrt alles aufzeichnet. Viele Nutzer erhoffen sich so im Fall eines Unfalls bessere Beweisführung. Verboten ist die Nutzung der Minikameras in Belgien, Luxemburg, Österreich und Portugal.

Zu schnelles Fahren

Die Nutzung von Radarwarnern, die Auto­fahrer über die Stand­orte von Blitzern informieren, ist in Deutsch­land verboten. Gleiches gilt für Frank­reich, Nieder­lande, Belgien und Österreich. Manche Länder sind noch strenger. In Polen, Schweden, in der Schweiz und Tschechien ist schon das Mitführen solcher Geräte untersagt.

Von Alkoholtester bis Warn­weste

In vielen EU-Ländern gelten besondere Vorschriften, was Auto­fahrer an Board haben sollten. In Frank­reich, Spanien, Portugal, Italien, Österreich und ab 1. Juli auch in Deutsch­land gehört eine reflektierende Warn­westen ins Auto. In Frank­reich müssen Auto­fahrer einen unbe­nutzten Alkohol-Schnell­tester dabeihaben. In einigen Ländern ist auch tags­über das Fahren mit Licht Pflicht.

Bußgelder im Ausland

Länder

Alkohol am Steuer

20 km/h zu schnell

Über 50 km/h zu schnell

Dänemark1

Ab 1 MV

Ab 135

Ab 335

Frank­reich1

Ab 135

Ab 135

1 500

Groß­britannien2

Bis 5 980

Ab 120

Bis 2 990

Italien1

Ab 530

Ab 170*)

Ab 530

Norwegen3

Ab 600

Ab 430

Ab 940

Österreich1

Ab 300

Ab 30

Bis 2 180

Polen3

Ab 145

Ab 25

Ab 100

Schweiz1

Ab 495

Ab 150

Ab 60 TS

Zum Vergleich

Deutsch­land1

Ab 500

Bis 35

Ab 240

Stand: März 2014

Quelle: ADAC

Beträge in Euro (gerundet).

MV = Netto­monats­verdienst.

TS = Tages­satz (Strafbe­rechnung nach Monats­verdienst).

*) Mindest­bußen tags­über, nachts (22–7 Uhr) um ein Drittel höhere Bußgelder.

1
Promille-Grenze = 0,5.
2
Promille-Grenze = 0,8.
3
Promille-Grenze = 0,2.

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fritzjanke am 16.06.2019 um 21:40 Uhr
Test viel zu alt

Diese Information ist viel zu alt und sollte nicht mehr verfügbar sein weil man sich eventuell darauf verlassen könnte
Eine neue Information auf unserem Kontinent über die Vorschriften für Autofahrer im Ausland wäre sehr hilfreich,besonders jetzt in der Reisezeit