Seit einem guten Jahr gilt auf Autobahnen: An bestimmten, von Schildern ausgewiesenen Abschnitten darf auch die Standspur befahren werden. Das soll den Verkehr vor allem bei unfallbedingten Staus flüssig halten. Nach Beobachtungen der Verkehrswacht sind noch immer viele Fahrer über die Bedingungen unsicher oder missbrauchen die Standspur zu riskanten Überholmanövern auf Rechtsaußen.

Die Neuregelung bedeutet aber keinesfalls die generelle Freigabe des Seitenstreifens. „Im Regelfall bleibt die Standspur für den normalen Straßenverkehr tabu“ betont die Verkehrswacht:

  • Sie muss für Rettungsfahrzeuge, Polizei und Feuerwehr frei bleiben.
  • Anhalten ist nur bei einer Panne oder einem Unfall erlaubt, und auch das nur, wenn es unvermeidbar ist.
  • Mit fahrtüchtigen Fahrzeugen ist der nächste Park- oder Rastplatz anzufahren.
  • Unfall- oder Pannenstelle mit Warnblinkanlage und Warndreieck absichern.
  • Lebensgefährlich ist es, auf der Standspur zu reparieren. Besser die Profis der Automobilclubs zu Hilfe rufen.
  • Aus Sicherheitsgründen Wege hinter den Leitplanken zurücklegen.

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