Auto weggeschoben Privathaft­pflicht greift nicht

Für Schäden beim Auto­fahren zahlt die Privathaft­pflicht­versicherung auch dann nicht, wenn man den Wagen nur schiebt und der Motor nicht läuft. Ein Mann hatte den Pkw einer Freundin nur wenige Zenti­meter beiseite geschoben. Er vergaß aber, die Hand­bremse anzu­ziehen. Der Wagen rollte gegen eine Mauer. Die 4 772 Euro für die Reparatur der Mauer zahlte die Kfz-Haft­pflicht­versicherung. Doch die 4 075 Euro Schaden am Pkw muss der Mann selber zahlen (Amts­gericht Saar­louis, Az. 28 C 250/17).

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Tipp: Der auf dem Herd vergessene Topf, der am Zebra­streifen über­sehene Fußgänger, der aus der Hand gerutschte Blumentopf: Kleine Fehler haben zuweilen ruinöse finanzielle Folgen. Schutz bietet die Privathaft­pflicht­versicherung. Welche Policen empfehlens­wert sind, zeigt unserer Analyse Haftpflichtversicherung.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 05.02.2018 um 12:48 Uhr
Lücke in der Haftpflicht?

@Dralion52: Die eigene Kfz-Haftpflicht greift auch nicht. Sie kommt für Schäden auf, die man beim Betrieb seines eigenen Pkw anrichtet. Anders ist die Sachlage, wenn ein Helfer aus Freundlichkeit ein fremdes Auto anschiebt, das z.B. nicht anspringen will. Dann greift in der Regel ein stillschweigender Haftungsausschluss (wie z.B. auch bei Umzugshelfern). Der gilt aber nur für Fahrlässigkeit. Handelt jemand grob fahrlässig, unterlässt also sämtliche, jedem Normalmenschen sofort einleuchtende Vorsicht, greift der Haftungsausschluss nicht. (PH)

Dralion52 am 04.02.2018 um 13:01 Uhr
Lücke in der Haftpflicht

Da stellt sich mir die Frage? Kann der Mann, der das Auto geschoben hat, den Schaden am fremden Auto über seine evtl. vorhandene KFZ Haftpflichtversicherung regulieren lassen oder gibt es eine Lücke in seinem Versicherungsschutz? Oder heißt die Schlussfolgerung aus dem Urteil: keine fremden Autos anfassen, egal welche Haftpflichtversicherung man hat?