Wer eine Waschanlage nutzt, in der das Auto mit einer Schlepptrosse durch die Waschstraße befördert wird, hat bei einem Schaden am Auto schlechte Karten. Das erlebte eine Fahrerin, deren Wagen mit dem Trocknungsgebläse kollidierte. Warum, konnte selbst ein Sachverständiger nicht klären. Deshalb traf die Frau die volle Beweislast: Sie müsse nachweisen, dass der Schaden allein im Verantwortungsbereich des Waschstraßenbetreibers lag, entschied das Landgericht Berlin. Schließlich könne es sein, dass sie gebremst oder eine Lenkbewegung gemacht habe (Az. 51 S 27/11, siehe auch OLG Hamm, Az. 12 U 170/01). Anderes gilt bei Waschstraßen, bei denen der Fahrer das Auto abstellt und aussteigt: Weil er keinen Einfluss mehr auf Pkw und Waschvorgang hat, muss der Betreiber beweisen, dass der Schaden nicht in der Anlage verursacht wurde.

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