Auto-Leasing Meldung

Das geleaste Auto mag hübsch sein – doch im Leasingvertrag könnten Fallen versteckt sein.

Leasingverträge sind kompliziert. Doch gerade deshalb sollten Kunden genau hinsehen und tückische Klauseln streichen lassen. Finanztest hat viele Fallen entdeckt:

Annahmefristen. Manche Firmen wie die BMW Leasing regeln, dass sie nach Kundenunterschrift vier Wochen Zeit haben, den Vertrag zu bestätigen. Selbst wenn das zulässig sein sollte – nötig ist das nicht.

Leistungsänderungen. Aufpassen müssen Leasingkunden bei Klauseln, nach denen sie Abweichungen des gelieferten Wagens von der ursprünglichen Bestellung hinnehmen sollen. Sie sind meist zulässig, wenn darin klar geregelt ist, dass die Abweichungen zumutbar sein müssen. Doch hier droht Streit, wenn der Wagen etwa andere Sitze oder gar eine andere Farbe hat. Denn was „zumutbar“ ist, steht in keinem Gesetz.

Lieferverzug. Viele Firmen billigen sich in den Geschäftsbedingungen eine lange Lieferfrist zu. Tatsächlich ist es zulässig, wenn sie laut Klausel einen unverbindlichen Termin um sechs Wochen überschreiten können, ohne dass ihre Kunden Verzugszinsen fordern können. Unzulässig dürfte aber eine viel genutzte Klausel sein, mit der die Firmen das Lieferrisiko ganz auf den Kunden abwälzen. Danach soll dieser dem Lieferanten im Verzugsfall selber Druck machen.

Mangelfreiheit. Manche Firmen wie etwa Sixt verlangen, dass Kunden die Mangelfreiheit des Wagens bestätigen. Das dürfte unzulässig sein, so wie auch die Klausel von Renault, wonach Kunden den Wagen sofort auf Mängel untersuchen sollen und anderenfalls auf Mängelansprüche verzichten.

Preiserhöhungen. Klauseln, nach denen die Firma den Preis erhöhen darf, sind nicht grundsätzlich unwirksam. Aber Kunden muss dann ein Rücktrittsrecht eingeräumt werden. Bei manchen Anbietern fehlt es.

Sicherheiten. Manche Firmen verlangen, dass Kunden zur Sicherheit Lohnabtretungsklauseln unterschreiben. Das dürfte unzulässig sein, da die Firmen ausreichend Sicherheit haben. Ihnen gehört während der Leasingzeit ja weiterhin der Wagen.

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