Fährt ein Rennradfahrer ohne Helm und verunglückt, dann trifft ihn eine Mitschuld. Damit wiesen die Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf die Klage eines Hobbyradlers zurück, der die Auto-Haftpflichtversicherung eines Traktorfahrers auf Schmerzensgeld verklagen wollte (Az. I-1 U 182/06). Der 67-jährige Rennradfahrer ging leer aus.

Er hatte bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen erlitten, als er nach einer unübersichtlichen Kurve eine Vollbremsung machen musste und stürzte, weil dort ein Traktor mit Heuwender stand. Die Richter sahen es als fahrlässig an, dass er keinen Helm getragen hatte, obwohl Rennradfahren aufgrund der hohen Geschwindigkeit gefährlich sei. Freizeitfahrern ohne sportliche Ambitionen sei es hingegen nicht zuzumuten, grundsätzlich einen Helm zu tragen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

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