Auto-Freisprechanlagen Meldung

Die Rechtslage zum Einbau von Freisprechanlagen ohne e-Prüfsiegel ist umstritten. Autohersteller wie Audi und Mazda gehen davon aus, dass die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs bei Einbau einer Autofreisprechanlage ohne Beleg der elektromagnetischen Verträglichkeit (e-Siegel) automatisch erlischt. Die Elektronik des Autos könnte durch die Freisprechanlage gestört werden.

Dem ADAC geht diese Rechtsauffassung zu weit. Der Einbau einer Freisprechanlage ohne e-Siegel sei keine "konkrete Gefährdung" wie beispielsweise das Abmontieren eines Kotflügels. Voraussetzung für das Erlöschen der Betriebserlaubnis ist aber die "konkrete Gefährdung" (§19 Abs. 2 StVZO). Falls die Freisprechanlage im Einzelfall jedoch beispielsweise die Funktion des Airbags oder der Bremsanlage stört, kann es vor Gericht zu Problemen bei der Haftung kommen.

Fazit: Autofahrer sollten weiterhin nur Freisprechanlagen kaufen, denen elektromagnetische Verträglichkeit bescheinigt wird. Das Prüfsiegel besteht aus einem kleinen "e" sowie einer längeren Zahlenkombination.

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