Das Problem mit den Grundträgern: Mit beschränkter Haftung

Wenn sich Fahrräder nach einem Crash auf dem Autodach haltlos zeigen, liegt es meist an den Grundträgern.

Citycrash: Zweimal „ausreichend“, einmal „mangelhaft“, nur zweimal „gut“ – das Ergebnis im Aufpralltest ist für die Dachträger im aktuellen Test nicht berauschend. Es hätte noch wesentlich schlechter ausgesehen, wenn wir die Fahrradhalter nicht auf von uns speziell gesicherten, sondern mit „normalen“, nicht verschraubbaren Grundträgern gecrasht hätten. Der Fahrradhalter kommt ja nicht direkt aufs Autodach, sondern hält sich auf einem zuvor am Dach befestigten Grundträger fest, der wahlweise auch die Dachbox, das Paddelboot oder die Skier aufnimmt. Von Ausnahmen abgesehen ist die Verbindung zwischen Autodach und Grundträger aber dermaßen schwach, dass sie den Citycrash mit 30 Stundenkilometern nicht übersteht – Grundträger segeln samt Haltern mit Rädern vom Dach.

Ausgerissen: In unserem letzten Fahrradträgertest vom Juli 2002 rissen beim Crash die Füße aller Grundträger aus den Dachhalterungen. Das gleiche Problem besteht bei Relingträgern. Die Situation ist umso schlimmer, je mehr Räder auf dem Dach sind.

Warnung: Bei den meisten der bisher geprüften Grundträger hielt das Verbindungselement zum Autodach dem Aufpralltest nicht stand. Wir warnen deshalb vor dem Gebrauch der Grundträger mit maximaler Beladung (Dachlast).

Problemlösung: Eine stabilere Befestigung bieten Grundträger, die fest mit dem Dach verschraubt werden können, wie wir an einem Träger für Ford Mondeo ausprobiert haben. Ähnliche Systeme gibt es von BMW und Mercedes, Opel Vectra, Saab, Volvo S 40 oder Peugeot. Für eine feste Verbindung muss sowohl der Grundträger als auch das jeweilige Auto präpariert sein.

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