In den USA werden zunehmend mehr Fälle von Autismus-Störungen bei Kindern diagnostiziert. Laut der „Centers for Disease Control and Prevention“ haben sie sich zwischen 2000 und 2008 fast verdoppelt. Im Jahr 2000 galt nur eines von 150 acht­jährigen Kindern als autistisch, 2008 bereits eines von 88. Das heißt nicht zwangs­läufig, dass die Krankheit tatsäch­lich öfter vorkommt als früher. Durch geänderte diagnostische Möglich­keiten und Kriterien kann sie jedoch besser fest­gestellt werden. Das Asperger-Syndrom – das ist eine mildere Form von Autismus – zählt zum Beispiel offiziell erst seit Anfang der 1990er Jahre zu den autistischen Störungen. Für Deutsch­land gibt es keine genauen Angaben. Die Vereinten Nationen schätzen, dass welt­weit 67 Millionen Menschen von Autismus betroffen sind. Jungen erkranken drei- bis viermal häufiger an autistischen Störungen als Mädchen.

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