Die Krise um die Liechten­steiner Autark Invest AG, über die wir mehr­fach berichtet haben (Autark-Nachrangdarlehen), spitzt sich zu. Viele der rund 3 600 Anleger, die ihre Nach­rangdarlehen gekündigt haben, warten seit Wochen vergeblich auf ihr Geld. Die Firma hat offen­bar Zahlungs­schwierig­keiten.

Das berichten Exver­mittler, die im März im Namen der Autark telefo­nisch aufgefordert wurden, ihre Kunden zur Rück­nahme der Kündigungen zu bewegen. Auch Anleger erzählten uns von ähnlichen Anrufen: „Nehmen Sie Ihre Kündigungen zurück, sonst melden wir Insolvenz an!“, habe der Anrufer gedroht.

Viele Anleger haben inzwischen Anwälte einge­schaltet. Rechts­anwalt Benedikt−Jansen aus Franken­berg vertritt allein 120 Betroffene, die Schaden­ersatz fordern. Sie fühlen sich von der Autark Invest AG getäuscht.

So hätten sie nicht gewusst, dass gegen Firmenchef Stefan Kühn wegen des Verdachts der Untreue und der Geld­wäsche in Liechten­stein ermittelt wird. Zudem seien sie in Rund­briefen über die finanzielle Lage der Firma falsch informiert worden (siehe auch unsere Meldung Kanzlei droht Journalisten).

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