Die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) hat Anhalts­punkte dafür, dass die Autark Invest GmbH in Olpe Nach­rangdarlehen ohne gültigen Verkaufs­prospekt anbietet. Finanztest warnt bereits seit Monaten vor der Autark-Gruppe, weil sie Anlegern Gelder aus Nach­rangdarlehen einer Autark Invest AG mit Sitz in Liechten­stein nicht zurück­zahlt. Jörg Schneider, Geschäfts­führer der GmbH war noch vor Monaten für die Autark Invest AG in Liechten­stein tätig.

Total­verlust möglich

Wie mehr­fach berichtet, warten Anleger der Autark Invest AG in Liechten­stein seit Monaten vergeblich auf Rück­zahlung der Nach­rangdarlehen, die sie der Firma gegeben hatten (siehe Meldung Autark-Group AG: Anleger sollten Einzahlungen stoppen). Dasselbe könnte auch Anlegern der Autark Invest GmbH in Olpe drohen. Die deutsche Firma macht Anlegern nämlich ein ähnlich riskantes Angebot. Dabei werden Anlegern 5,5 Prozent Zinsen pro Jahr in Aussicht gestellt. Allein 17 Prozent des Anlegergeldes gehen aber für Provisionen drauf, werden also nicht investiert. Im Prospekt der Firma heißt es dazu: Total­verlust des Vermögens möglich.

Bafin: Alter Prospekt nicht mehr gültig

Der alte Prospekt mit dem Warnhin­weis ist nach dem Vermögens­anlagengesetz allerdings nicht mehr gültig. Die Bafin hat aber Anhalts­punkte dafür, dass die Firma weiter Nach­rangdarlehen unter der Bezeichnung „Autark Invest 2016“ anbietet. Finanztest kann vor dem Angebot nur warnen.

Tipp: Unsere Warnliste Geldanlage verschafft Lesern und Anlegern schnell einen Über­blick über dubiose, unseriöse oder sehr riskante Geld­anlage­angebote, vor denen die Experten der Stiftung Warentest in Finanztest oder auf test.de gewarnt haben.

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