Auszahlungs­phase Riester-Rente Special

Angehende Riester-Rentner haben zurzeit ein Riesen­problem. Wenn ihnen der Auszahl­plan ihres eigenen Anbieters nicht passt, finden sie kaum Versicherer, die ihr Erspartes in eine Rente umwandeln. Nur 2 von 44 Anbietern klassischer Renten­versicherungen akzeptieren Neukunden direkt zur Renten­phase. Dabei sieht das Gesetz diese Möglich­keit ausdrück­lich vor. Vor allem unzufriedene Bank­sparer kommen durch die Verweigerungs­haltung der Versicherer in die Bredouille: Wohin mit dem Vermögen?

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SpecialAuszahlungs­phase Riester-RenteFinanztest 04/2015
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Rentner uner­wünscht

Sie haben jahre­lang gespart, Zulagen­anträge ausgefüllt, Sparraten angepasst, Stand­mitteilungen studiert und am Ende ein hübsches Riester-Sümm­chen beisammen. Aber kein Versicherer scheint es zu wollen. Immer wieder melden sich frustrierte Sparer bei uns, die mit ihren Bitten um Vergleichs­angebote bei Renten­versicherern ins Leere laufen.

Gesetz sieht Wechsel­möglich­keit vor

Dabei sieht der Gesetz­geber ausdrück­lich vor, dass Sparer ihren Riester-Vertrag zum Beginn der Auszahlungs­phase kündigen können, um das gebildete Kapital auf einen anderen Riester-Anbieter zu über­tragen. Geregelt ist dies im Gesetz über die Zertifizierung von Alters­vorsorgever­trägen. Die Vorgabe ist sinn­voll. Schließ­lich kann ein Anbieter, der in der Anspar­phase stark war, in der Auszahl­phase schlechtere Konditionen haben. Doch was nutzt ein Wechsel­anspruch, wenn sich kein neuer Anbieter für die Verrentung finden lässt?

Nur zwei Anbieter nehmen Kunden noch bei Eintritt in die Renten­phase auf

16 der 44 Versicherer, die wir gefragt haben, nehmen fremde Riester-Kunden nur auf, wenn diese teils deutlich vor dem Renten­alter zu ihnen wechseln. So haben beispiels­weise Targo und Öffent­liche Berlin Brandenburg eine Höchst­alters­grenze von 52 Jahren und zusätzlich eine Mindest­spar­zeit von 15 Jahren. Nur bei zwei Anbietern ist der direkte Wechsel zur Renten­phase möglich. Bei vier von den 16 Versicherern ist die Mindest­spar­zeit immerhin kurz genug und das Höchst­eintritts­alter hoch genug, um wenigs­tens für Sparer im Alter von 60 Jahren noch eine Alternative zu sein. Ein klares Nein zur Über­nahme von fremdem Riester-Kapital gaben uns die Versicherer Ergo und Saar­land.

Sofortrente besser als Auszahl­plan

Zurzeit scheint es besonders Bank­sparplan­kunden in Richtung Sofortrente zu ziehen. Volks­banken und Sparkassen unterbreiten diesem Kunden­kreis neben dem Bank­auszahl­plan normaler­weise auch ein Angebot für eine Sofortrente des verbund­eigenen Versicherers. In unserem Test Ende 2012 war die garan­tierte monatliche Rate des jeweiligen Versicherers meist höher als die des Auszahl­plans. Aus Leser­zuschriften bekommen wir den Eindruck, dass dies immer noch der Fall ist. Ein Blick auf weitere Versicherungs­angebote kann sich also lohnen.

Versicherungs­kunden im Vorteil

Für Kunden mit einer klassischen Renten­versicherung kommt ein Wechsel kaum infrage. Die garan­tierte Verzinsung, mit der sie ihren Vertrag abge­schlossen haben, gilt auch für die Rente, die ihnen in der Auszahl­phase gezahlt wird. Sie lag bei einem Abschluss vor 2004 bei bis zu 3,25 Prozent, vor 2007 noch bei bis zu 2,75 Prozent. Heute ist der Höchst­rechnungs­zins dagegen auf kümmerliche 1,25 Prozent gefallen. Würden Kunden zur Verrentung einen neuen Vertrag abschließen, bekämen sie für die gesamte Renten­phase den neuen, geringeren Zins. Selbst höhere Über­schüsse können das kaum wett­machen.

Das bietet das Special

Die Finanztest-Tabelle zeigt, welche Versicherer auch kurz vor Beginn der Renten­auszahl­phase noch Angebote für wechselwil­lige Riester-Sparer bereithalten – und bei welchen Anbietern dies immerhin 10 bis 16 Jahre vor Renten­beginn noch möglich ist. Die Grafik „Wohin nach der Anspar­phase?“ erklärt, abhängig vom gewählten Riester-Produkt (Renten­versicherung, Bank­sparplan oder Fonds­sparplan), welche Optionen Riester-Sparer für die Auszahl­phase haben – und für wen sich ein Anbieter­wechsel lohnt.

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