Abzüge von der Auszahlung

Wenig Steuern, meist keine Kassenbeiträge

Steuern. Je älter der Versicherte bei Renten­beginn ist, desto kleiner ist der steuer­pflichtige Anteil seiner privaten Rente. Bezieht er die Rente bereits ab seinem 61. Geburts­tag, sind lebens­lang 22 Prozent der Rente steuer­pflichtig. Lässt er sich die Rente erst ab 63 auszahlen, sind es 20 Prozent, ab 67 Jahren 17 Prozent.

Zum Vergleich: Bei einer gesetzlichen Rente hängt der steuer­pflichtige Teil nicht vom Alter, sondern vom Jahr des Renten­beginns ab (siehe auch unser Special Steuern im Ruhestand).

Auf eine Kapitalzahlung zahlt der Versicherte gar keine Steuern, wenn er den Vertrag vor dem Jahr 2005 abge­schlossen und mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt hat. Außerdem muss ein Mindest­todes­fall­schutz enthalten sein.

Bei Verträgen ab dem Jahr 2005 ist Abgeltung­steuer auf den Ertrag zu zahlen. Ist der Vertrag mindestens zwölf Jahre gelaufen und der Versicherte bei Auszahlung mindestens 60 Jahre alt, muss er nur die Hälfte des Ertrags zum individuellen Steu­ersatz versteuern.

Kassenbeiträge. Bezieher einer gesetzlichen Rente, die nicht privat kranken­versichert sind, gehören grund­sätzlich der Kranken­versicherung der Rentner an. Pflicht­versicherte zahlen weder auf die private Rente noch auf eine Kapitalzahlung Beiträge. Wer die Voraus­setzungen für die Pflicht­versicherung nicht erfüllt, aber in der Kranken­versicherung der Rentner freiwil­lig gesetzlich versichert ist, zahlt im Schnitt einen Beitrags­satz von 15 Prozent plus Pflege­versicherungs­beitrag.

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