Auszahl­plan Test

Auszahl­pläne von Banken sind sicher und bequem. Damit lässt sich ein Studium finanzieren oder die Rente aufstocken.

Die Auswahl ist sehr klein und die Verzinsung von Bank­auszahl­plänen auch nicht der Brüller. Dennoch sind Bank­auszahl­pläne für Anleger attraktiv. Sie sind einfach zu hand­haben und bieten eine feste Verzinsung. Anleger können Auszahl­pläne nutzen, um sich einen größeren Geld­betrag nach und nach in monatlichen Raten über eine bestimmte Anzahl von Jahren auszahlen zu lassen. Der Auszahl­plan endet, wenn das Kapital aufgezehrt ist.

Wer einen größeren Betrag von 10 000 Euro oder mehr in einen solchen Plan einzahlt, erhält derzeit bis zu 0,75 Prozent Zins für einen dreijäh­rigen und 1,3 Prozent für einen zehnjäh­rigen Auszahl­plan.

Zuver­lässiges Zusatz­einkommen

Geeignet sind Bank­auszahl­pläne für Ältere, die schon ein paar Jahre vor der Rente kürzer treten, aber trotzdem nicht weniger Geld zur Verfügung haben wollen. Sie können mit ihrem Ersparten die nied­rigeren Vorruhestands­bezüge bis zur ersten Rentenzahlung aufstocken.

Manche Senioren greifen auch zu Auszahl­plänen, um eine Zeit lang mehr Rente zu bekommen. Einmal abge­schlossen, erhalten sie ein regel­mäßiges und zuver­lässiges Zusatz­einkommen und müssen sich um nichts mehr kümmern.

Ideale Unterstüt­zung für Studenten

Ideal sind Bank­auszahl­pläne auch für Kinder oder Enkel, wenn Eltern oder Groß­eltern sie für die Zeit der Ausbildung oder des Studiums finanziell unterstützen wollen.

Ein Spar­betrag von 30 000 Euro reicht aktuell, um einen Lehr­ling oder Studenten fünf Jahre lang mit rund 514 Euro im Monat zu unterstützen. Da Auszubildende und Studenten oft nur wenig Erspar­nisse haben und deshalb kaum über den Sparerpausch­betrag von 801 Euro im Jahr kommen, sollte der Auszahl­plan auf ihren Namen abge­schlossen werden. Damit lassen sich Kapital­ertrags­steuern vermeiden.

Groß ist die Auswahl an guten Bank­auszahl­plänen leider nicht. Wir haben gerade mal sechs Banken gefunden, die ein für die momentane Nied­rigzins­phase annehm­bares Angebot haben (Tabelle Auszahlpläne von Banken). Die Angebote der meisten Sparkassen oder Volks­banken lohnen sich wegen viel zu nied­riger Zinsen so gut wie nie.

Unser Rat

Bedarf. Mit Bank­auszahl­plänen kann man sich regel­mäßig einen festen Betrag über eine begrenzte Zeit auszahlen lassen, etwa im Vorruhestand – oder um Kinder, Enkel oder Partner zu unterstützen.

Auswahl. Die besten Bank­auszahl­pläne über drei oder zehn Jahre bietet die IKB. Die beste Rendite für vier, fünf und sechs gibt es bei der Hanseatic Bank.

Über die Lauf­zeit entscheiden

Schwierig ist momentan die Frage, für wie lange ein Anleger einen Bank­auszahl­plan abschließen sollte. Anleger, die glauben, dass die Zinsen in den nächsten Jahren steigen, sollten lieber keine Lauf­zeit von zehn Jahren wählen.

Alternativ können Zins­optimisten auf Tages- und Fest­geld­angebote setzen. Sie müssen dann die Anlagesumme geschickt auf Fest­geld­konten mit unterschiedlichen Lauf­zeiten aufteilen und darauf achten, dass auf dem Tages­geld­konto immer genug Geld ist, um die aktuellen monatlichen Auszahlungen leisten zu können.

Tipp: Unser 14-täglich aktualisierter Produktfinder zeigt Tages- und Festgeldzinsen von mehr als 100 Kredit­instituten.

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