Kontrolle. Der Führer­schein sollte dabei sein.

Pflicht­bewusste haben stets den Personal­ausweis dabei – nötig ist das nicht immer. Anders jedoch beim Führer­schein. test.de sagt, wer sich wann ausweisen können muss, welche Dokumente als Identifikations­nach­weis gelten und was im Falle eines Dokumenten­verlusts zu tun ist.

Jeder sollte einen Ausweis haben ...

In Deutsch­land herrscht Ausweis­pflicht. Wer über 16 Jahre alt ist, muss entweder einen Reisepass oder einen Personal­ausweis haben. Keinen Identitäts­nach­weis zu besitzen, ist eine Ordnungs­widrigkeit. Strafen von bis zu 5 000 Euro sind möglich – zumindest theoretisch. Die Kommunen bestimmen die Höhe der Geld­strafe. Meist verhängen die Behörden bei abge­laufenen Personal­ausweisen nur Verwarn- oder Bußgelder zwischen 20 und 50 Euro.

... und im Zweifel lieber mit sich führen

Personal­ausweis und Reisepass dürfen zu Hause aufbewahrt werden. Eine Pflicht, sich jeder­zeit ausweisen zu können, gilt zum Beispiel nur für Menschen, die eine Waffe mit sich führen, sowie Mitarbeiter bestimmter Branchen wie Bau und Gastronomie, in denen Schwarz­arbeit häufig vorkommt. Es kann aber ratsam sein, zu Groß­ver­anstaltungen, wie einer Demons­tration, den Ausweis oder eine Kopie mitzunehmen. Will ein Polizist die Identität fest­stellen, nimmt er den Bürger ansonsten mit aufs Revier. Bei Reisen ins Ausland muss Pass oder Personal­ausweis immer dabei sein – auch wenn bei der Einreise keine Pass­kontrolle statt­findet.

Verlorene Ausweisdokumente sperren

Wenn Ihnen Personal­ausweis oder Pass abhanden kommt, müssen Sie das umge­hend melden. Am einfachsten geht das über den Sperr-Notruf 116 116. Über diese Hotline lassen sich nicht nur Bank- und Mobil­funk­karten sperren, sondern auch Ausweise.

Führer­schein immer mitnehmen

Auto­fahrer müssen ihre Fahr­erlaubnis mitnehmen, wenn sie sich ans Steuer setzen. So schreibt es das Gesetz vor. Wer den Schein bei einer Verkehrs­kontrolle nicht dabeihat, riskiert 10 Euro Verwarnungs­geld und muss ihn auf dem Revier vorzeigen. Besteht der Verdacht auf Drogen­konsum, darf die Polizei den Führer­schein einziehen. Der Auto­fahrer hat Fahr­verbot, bis seine Unschuld durch einen Bluttest bewiesen ist. Das kann Monate dauern.

Tipp: Kopieren Sie Ausweis, Pass und Führer­schein. Dass es eine Kopie ist, muss aber zu erkennen sein. Wenn das Dokument wegkommt, können Sie die Kopie vorlegen.

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