Außergewöhnliche Belastungen Steuer­abzug für verordnete Vitamine

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Außergewöhnliche Belastungen - Steuer­abzug für verordnete Vitamine
Vitamine: steuerlich absetz­bar als Arznei, als Nahrungs­ergän­zungs­mittel nicht. © Fotolia / Valua Vitaly

Eine Frau, die an einer chro­nischen Stoff­wechsel­störung leidet, hat beim Bundes­finanzhof (BFH) einen Etappensieg errungen: Sie kann 700 Euro für ärzt­lich verordnete Vitamine und andere Mikronähr­stoffe als außergewöhnliche Belastung absetzen. Das geht allerdings nur, wenn diese Mittel Arzneien nach Paragraf 2 des Arznei­mittel­gesetzes sind, stellte der Bundes­finanzhof klar (Az. VI R 89/13).

Die Vorinstanz, das Finanzge­richt Düssel­dorf, hatte abge­wunken: Die verordneten Mittel seien Nahrungs­ergän­zungs­mittel zur Diät­verpflegung. Diät­verpflegung zählt jedoch steuerlich nicht – selbst wenn ein Arzt sie verordnet hat.

Jetzt muss das Finanzge­richt Düssel­dorf prüfen, ob die Vitamine in diesem Fall doch Medikamente und nicht Nahrungs­ergän­zungs­mittel sind und die Frau die Ausgaben als Krank­heits­kosten absetzen kann (Az. 9 K 3744/12 E).

Tipp: Erkennt das Finanz­amt Ausgaben für Ihre vom Arzt verordneten Vitamine nicht an, legen Sie Einspruch ein und verweisen Sie auf das aktuelle BFH-Urteil. In der Regel verordnet der Arzt die höher dosierten Präparate, die als Arznei­mittel zugelassen sind.

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