Pasta ohne Bauchweh genießen: Ein Kläger will für glutenfreie Produkte Krank­heits­kosten abrechnen.

Menschen mit Zöliakie – eine chro­nische Erkrankung aufgrund einer Glutenunverträglichkeit – müssen sich lebens­lang glutenfrei ernähren, etwa auf herkömm­liches Brot oder Nudeln verzichten. Trotzdem dürfen Erkrankte ihre Mehr­kosten für Diät­nahrungs­mittel nicht absetzen, entschied jetzt das Finanzge­richt Köln, Az. 15 K 1347/16). Die Ausgaben für Zöliakie fallen unter das generelle Abzugs­verbot für Diät­verpflegung, so die Richter in der Begründung. Unter Diät­verpflegung sei jede Form einer frei erhältlichen, hoch­wertigen Ernährung zur Gesund­heits­förderung zu verstehen. Ohne Belang sei, ob diese Nahrungs­mittel von einem Arzt verordnet wurden.

Betroffene sollten nicht aufgeben. Der unterlegene Kläger hat beim Bundes­finanzhof gegen das Urteil Revision einge­legt (BFH, AZ. VI R 48/18). Die obersten Finanz­richter werden sich jetzt mit der Frage befassen, ob Ausgaben für eine ärzt­lich verordnete Diät nicht doch als Krank­heits­kosten abzugs­fähig sind.

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