Außergewöhnliche Belastungen Meldung

Er hilft in der Not: Über einen Notfall­knopf ruft der Warnhund Hilfe.

Kann eine an Epilepsie erkrankte Schwerbehinderte die gesamten Ausgaben für ihren vier­beinigen Helfer steuer­mindernd geltend machen? Darüber musste jetzt das Finanzge­richt Baden-Württem­berg entscheiden (FG Baden-Württem­berg, Az. 2 K 2338/15). Ein Epilepsie-Warnhund erkennt an Veränderungen der Haut­temperatur oder des Hautgeruchs, ob ein Anfall bevor­steht. In dem Fall kann er über einen Notfall­knopf am Roll­stuhl Hilfe rufen. In dem Streit mit dem Finanz­amt ging es darum, ob die Kosten für den Hund über den Behindertenpausch­betrag und zusätzlich über den Nach­weis einzelner Kosten als außergewöhnliche Belastungen absetz­bar sind. Darunter waren auch Kosten für die Tierpension. Die Finanz­richter entschieden gegen die Steuerzah­lerin: Entweder Pausch­betrag oder Einzel­kosten­nach­weis. Die Hunde­besitzerin will nun eine endgültige Klärung durch den Bundes­finanzhof erreichen.

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