Außergewöhnliche Belastungen Meldung

Bilden sich Eltern wegen ihres kranken Kindes weiter, dürfen sie die Kosten absetzen.

Ein Ehepaar mit zwei Pflege­kindern in Voll­zeit­pflege kann 863 Euro mehr als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Das entschied jüngst das Finanzge­richt Münster. Das Geld gab die Ehefrau für medizi­nische Seminare aus, weil der Pflegesohn frühtraumatisiert war.

Kein Attest vom Amts­arzt

Das Finanz­amt hatte zuvor abge­wunken, weil die Eltern kein Attest vom Amts­arzt vorlegen konnten, das vor Beginn der Seminare ausgestellt worden war. Doch das wäre nur im Fall einer psycho­therapeutischen Behand­lung nötig, erläutern die Richter. In diesem Fall ging es um die Kosten für Schu­lungen der gesunden Pfleg­eltern, um im Alltag mit dem Kind besser klar­zukommen. Mehrere ärzt­liche Bescheinigungen belegten, dass psycho­logische Familien­beratungen der Pfle­geeltern medizi­nisch notwendig waren (Az. 4 K 3471/15).

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