Ist die Sanierung einer Grabstätte absetz­bar? Darüber entscheidet der Bundes­finanzhof (Az. VI R 48/17). Eine Frau wurde 2013 von ihrer Heimatgemeinde aufgefordert, das 102 Jahre alte Familien­grab zu sanieren – Grab­aufbauten seien instabil. Die Frau ließ die Sicher­heits­mängel beheben und gab die Kosten in ihrer Steuererklärung an.

Das Finanz­amt strich den Posten: Grabmale müssten alle 50 Jahre saniert werden; die Kosten sind nicht außergewöhnlich. Das Finanzge­richt Hessen sah das anders: Verpflichten Gemeinde oder Friedhofs­verwaltung zu einer Sanierung, müssen Angehörige diese Anordnung erfüllen – und zwangs­läufig entstehende Kosten mindern die Steuer als außergewöhnliche Belastung.

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