Außergewöhnliche Belastung Früh genug ein Attest besorgen

0

Eltern, die wegen einer Pollenallergie ihrer Tochter mehr als 60 Birken rund um ihr Wohnhaus fällen ließen, können die Kosten als außergewöhnliche Belastung absetzen. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az. III R 28/06).

Das Finanzamt müsse die Ausgaben anerkennen, obwohl erst nach dem Fällen der Bäume ein amtsärztliches Gutachten vorgelegt wurde, das die medizinische Notwendigkeit der Aktion bestätigte. Das sei allerdings eine Ausnahme, so die Richter: Normalerweise hätte das Gutachten vorab vorliegen müssen.

In diesem Fall habe sich die Amtsärztin aber auf die Ergebnisse früherer Lungenfunktionstests mit medizinischen Geräten, stützen können. So habe sie den Gesundheitszustand im Nachhinein zuverlässig beurteilen können.

Tipp: Besorgen Sie sich vorab ein Attest über die medizinische Notwendigkeit, wenn Sie besondere Ausgaben absetzen wollen, zum Beispiel solche für für Psychotherapie oder Alternativmedizin. Ein einfaches Rezept wie etwa für Medikamente oder eine Brille reicht für diese Posten meist nicht.

Atteste können Sie vom Amtsarzt, vom medizinischen Dienst der Krankenversicherung, der Bundes- oder Landesversicherungsanstalt oder den Beihilfestellen für Beamte erhalten.

0

Mehr zum Thema

  • Heuschnupfen Diese Medikamente helfen und sind günstig

    - Die Saison beginnt im Winter und reicht bis in den Herbst. Unsere Arznei­mittel-Experten sagen, welche Heuschnupfen-Mittel Symptome lindern können und preis­wert sind.

  • Außergewöhnliche Belastungen Eigen­anteil ermitteln (mit Rechner)

    - Außergewöhnliche Belastungen sind zum Teil selbst zu tragen. Deshalb lohnt es, sie auf ein Jahr zu bündeln. Mit unserem Rechner ermitteln Sie schnell Ihren Eigen­anteil.

  • Steuerrecht Kosten für Biber­sperre nur bedingt absetz­bar

    - Der Garten einer Familie grenzt an ein natürliches Gewässer. Dort machte sich eine Biberfamilie breit und richtete auch Schäden im Garten an. Die Tiere stehen unter...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.