Aussergewöhnliche Belastung

Steuerzahler, die freiwillig aus sittlichen Gründen Unterhalt zahlen, sollten diesen unbedingt in ihrer Steuererklärung angeben. Möglicherweise muss das Finanzamt genauso wie bei gesetzlich verpflichteten Unterhaltszahlern diese Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen akzeptieren. Das prüft derzeit der Bundesfinanzhof in einem anhängigen Verfahren (BFH, Az. III R 53/98).

Bisher berücksichtigt der Fiskus nur Zahlungen an Verwandte wie Ehegatten, Kinder, Eltern oder Enkel, für die eine gesetzliche Unterhaltspflicht besteht. Dafür lassen sich bis zu 14.040 Mark Unterhalt im Jahr abziehen. Allerdings mindern eigene Einkünfte und Bezüge des Begünstigten von mehr als 1.200 Mark im Jahr die Höchstgrenze.

Tipp: Winkt auch das Finanzamt ab, bewahren sich Unterhaltszahler die Chance auf Anerkennung der Ausgaben, indem sie per Einspruch auf das Aktenzeichen beim BFH verweisen und Ruhen des Verfahrens beantragen.

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