Immer mehr Banken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Aktien, Optionsscheine oder Zertifikate außerbörslich über Makler zu handeln. Das macht den Anleger flexibler und spart ihm oft auch Geld.

Der Anleger kann spätabends oder sogar am Wochenende traden und bekommt einen verlässlichen Kurs. Beim außerbörslichen Kauf oder Verkauf wird ein fester Preis garantiert, den er allerdings innerhalb weniger Sekunden akzeptieren oder ablehnen muss. Das erspart nicht nur das ­ nicht immer kostenlose ­ Limitsetzen, sondern auch die Ungewissheit, ob der gewünschte Handel tatsächlich stattfindet.

Vor allem aber gibt es keine ärgerlichen Teilausführungen. Beim normalen Börsenhandel und vor allem im elektronischen Handelssystem Xetra werden Aktienorders oft portionsweise bedient. Es ist durchaus möglich, dass ein Kauf von 100 Stücken in ein halbes Dutzend oder noch mehr Einzelorders von wenigen Stücken zerfällt. Das ist ein teures Vergnügen, denn jede dieser Teilausführungen verursacht zusätzliche Transaktionskosten.

Außerbörslicher Handel ist telefonisch oder übers Internet möglich. Dahinter stehen so genannte Market Makers, wie die Firmen Finacor Rabe (www.finrab.de) und Lang & Schwarz (www.ls-d.de), die mit den Discountbrokern und Banken zusammenarbeiten. Auf ihren Internetseiten findet man auch kostenlose und frei zugängliche Echtzeitkurse für die wichtigsten deutschen und ausländischen Werte. Eine andere Variante des außerbörslichen Handels ist Tradegate, eine Handelsplattform, die auf einer Kooperation von Consors mit dem Berliner Freiverkehr basiert. Hier kann der Anleger direkt das Orderbuch studieren und per Internet handeln.

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