Das Bundesfinanzministerium macht die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur Einsatzwechseltätigkeit von Arbeitnehmern wie Bauarbeitern oder Monteuren nicht voll mit. In einem wichtigen Punkt weicht es von den Urteilen ab, über die Finanztest berichtet hat.

  • Pendeln Arbeitnehmer täglich zwischen Heimat- und Einsatzort, gilt weiter die 30-Kilometer-Grenze. Wenn sie maximal 30 Kilometer vom Einsatzort entfernt wohnen, bekommen sie deshalb die Kilometerpauschale von 30 Cent nur für die einfache Entfernung zum Einsatzort. Für Fahrten mit öffentlichen Verkehrs­mitteln ­erkennt das Finanzamt alternativ den Fahrkartenpreis an.
  • Pendeln Arbeitnehmer weitere Strecken oder übernachten sie am Einsatzort, gilt eine andere Regel. Autofahrer rechnen jeden ­Kilometer, den sie zwischen Heimatwohnung oder auswärtiger ­Unterkunft und Einsatzort fahren, mit 30 Cent ab oder geben ihren tatsächlichen Kilometersatz an. Waren sie mit öffentlichen ­Verkehrsmitteln unterwegs, erkennt das Finanzamt den Fahr- ­oder Flugpreis an (BMF-Schreiben, IV C 5 - S 2353 - 211/05).

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