Außendienst Meldung

Monteure arbeiten oft an wechselnden Einsatzorten. Transportiert sie der Chef dorthin, können sie keine Fahrtkosten absetzen.

Bauarbeiter, Monteure und andere Arbeitnehmer mit Einsatzwechseltätigkeit können nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs Fahrten zum Einsatzort nicht unabhängig vom Verkehrsmittel mit der Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer abrechnen.

Sie müssen beim Finanzamt nachweisen oder glaubhaft machen, wie sie zum Einsatzort gekommen sind. Je nach Verkehrsmittel gilt dann:

  • Autofahrer können wählen, ob sie die Kilometerpauschale von 30 Cent oder ihren tatsächlichen Kilometersatz für jeden gefahrenen Kilometer steuerlich geltend machen wollen.
  • Bus- und Bahnfahrer setzen die Fahrscheinkosten voll ab.
  • Transporte auf Kosten des Arbeitgebers zum Einsatzort bringen Arbeitnehmern gar nichts (Az. VI R 70/03). War die Firma Treffpunkt, gibt es für die Entfernung von der Wohnung dorthin pauschal 30 Cent pro Kilometer (Az. VI R 25/04).

Auch Arbeitnehmer, die vorübergehend am Einsatzort übernachten, rechnen ihre Fahrten von der Heimatwohnung oder auswärtigen Unterkunft zur Arbeitsstelle detailliert je nach Verkehrsmittel ab (Az. VI R 34/04). Zusätzlich können sie Übernachtungskosten und für maximal drei Monate Verpflegungspauschalen absetzen (Az. VI R 7/02). Sie betragen je nach täglicher Abwesenheit von der Heimatwohnung:

Mindestens 8 Stunden: 6 Euro
Ab 14 Stunden: 12 Euro
24 Stunden: 24 Euro

Sind Arbeitnehmer für bestimmte Arbeiten auch im Betrieb beschäftigt oder übernehmen Linienbusfahrer regelmäßig Fahrzeuge in Busdepots, zählt die Abwesenheit von dort (Az. VI R 15/04; Az. VI R 16/04).

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