Auslands­reisekranken-Versicherung Meldung

Die meisten Versicherten, die an der Online-Umfrage von test.de teil­genommen haben, sind mit ihrem Auslands­reisekranken-Versicherer sehr zufrieden. Es gab aber auch Kritik. Manche Ver­sicherer betreiben „Pfennigfuchserei“ bei der Schadens­regulierung, schilderten Teilnehmer. Und längst nicht alle Versicherer über­nehmen die Telefon­kosten, wenn Versicherte aus dem Ausland die Service-Hotline anrufen. Senioren kritisierten Alters­zuschläge, die manche Versicherer verlangen.

Auslands­reisekranken-Versicherer handeln schnell

Auslands­reisekranken-Versicherung Meldung

Rund 600 Versicherte haben an der Umfrage teil­genommen, über 70 Prozent der Teilnehmer waren im Rück­blick „sehr zufrieden“ mit ihrem Auslands­reisekranken-Versicherer. Schnell und unkompliziert erfolgte in vielen Fällen die Abwick­lung in einem Schadens­fall. Von Kunden bezahlte Rechnungen erstatteten Versicherer umge­hend, der Krankenrück­trans­port nach Hause verlief problemlos und von Mitarbeitern an der Service-Hotline fühlten sich viele gut betreut. Wer im Ausland einen Unfall hat oder schwer erkrankt, ist froh, wenn er einen Versicherer hat, der sich um alles kümmert. Das Umfra­geergebnis ist erfreulich – auch wenn die Befragung nur einen Trend aufzeigt und nicht repräsentativ ist für die Gesamt­heit der Versicherten, die ihren Reise­versicherer kontaktieren. Im Fokus der Umfrage standen neben der Frage nach der Zufriedenheit mit dem Versicherer weitere Service­aspekte und konkrete Erfahrungen mit der Schadens­regulierung.

Nachbesserungs­bedarf bei Telefon­kosten

Diejenigen, die mit ihrem Versicherer nicht zufrieden waren, ärgerten sich vor allem über eine schleppende Bearbeitung, umständliche Erstattungs­regelungen und unnötige Formulare. Auch mit der Vorort-Hilfe klappte in Notfall nicht alles reibungs­los. Entweder weil die Service-Hotline nicht immer erreich­bar, mehrere Mitarbeiter zuständig waren oder nicht wie versprochen schnell genug zurück­riefen. Die Telefon­kosten für Anrufe bei der Service-Hotline des Versicherers waren häufig ein Ärgernis. Offen­bar gibt es hier Nachbesserungs­bedarf. Ein Anruf aus dem Ausland kann teuer sein. Wer außer­halb Europas unterwegs ist und zum Beispiel per Handy aus Australien oder Asien die Hotline anruft, zahlt für einen Anruf schnell 20 Euro und mehr. Nicht immer über­nehmen Versicherer kulanter­weise die Telefon­kosten. Nur die Reise­versicherer DFV und UKV aus dem aktuellen Test Auslandsreisekranken-Versicherungen bieten kundenfreundlich eine kostenlose Auslands-Hotline an. Manche Versicherer zahlen einen Zuschuss. Der Test weist aus, wer die Telefon­kosten ganz oder anteilig über­nimmt.

Kosten werden meist in voller Höhe erstattet

Auslands­reisekranken-Versicherung Meldung

In über 80 Prozent der Fälle erstatteten Versicherer Kosten für ambulante und stationäre Hilfe oder Medikamente in voller Höhe. In manchen Fällen kam es auch zum Streit: Zum Beispiel über die richtige Behand­lungs­me­tho­de oder darüber, ob eine Erkrankung akut war. Bei Vorerkrankungen oder chro­nischen Leiden kann das problematisch sein. In wenigen Fällen ging es um die Kosten für einen Krankenrück­trans­port. Fazit: Wenn es drauf ankommt, können sich viele Versicherte darauf verlassen, dass ihre Versicherung zahlt. Auch das ist ein erfreulicher Trend, den unsere Umfrage aufzeigt.

Reichlich Ärger über Senioren­tarife

„Entscheidend ist für mich: keine Alters­diskriminierung“, schreibt ein 84-jähriger Teilnehmer im Rahmen unserer Umfrage. Tatsäch­lich zahlen Senioren bei fast allen Versicherern höhere Beiträge. Bei den sehr guten Tarifen aus unserem aktuellen Test Auslandsreisekranken-Versicherungen gibt es nur die Versicherungs­gesell­schaft DFV, die keinen Alters­zuschlag erhebt. Dort zahlen Einzel­personen, ob jung oder alt, für einen Jahres­vertrag 8,90 Euro im Jahr. Bei anderen sehr gut getesteten Tarifen kommen Senioren nicht so günstig weg. Bei der Würzburger zahlen ab 65-Jährige 48 Euro statt 9 Euro, ab 75-Jährige sogar 58 Euro im Jahr. Bei Ergo Direkt und Neckermann zahlen ab 65-Jährige 19,90 Euro statt 8,90 Euro und ab dem 70. Geburts­tag dann 29,90 Euro. Beim Versicherer LVM zahlen Einzel­personen bei Neuabschluss 11 Euro, ab dem 60. Lebens­jahr 22 Euro und ab dem 75. Lebens­jahr 44 Euro. Mitglieder der Krankenkasse hkk, die bei der LVM eine Reise­versicherung abschließen, kommen güns­tiger weg. Sie zahlen 7,50 Euro im Jahr. Ab dem 60. Lebens­jahr jedoch 15 Euro und ab dem 75. Lebens­jahr 30 Euro jähr­lich. Versicherer Inter nimmt von allen ab dem 66. Geburts­tag 15 Euro statt 7,50 Euro.

Dieser Artikel ist hilfreich. 101 Nutzer finden das hilfreich.