Auslandsreise-Krankenversicherung Meldung

Ein Reisekrankenversicherer muss auch dann für den Herzinfarkt eines Versicherten zahlen, wenn dieser zuvor schon an einer Herzerkrankung litt. Das hat das Oberlandesgericht Köln entschieden (Az. 20 U 62/09).

In dem Streitfall ging es um 24 000 Euro. Ein Mann hatte für seine im Ausland lebende Schwiegermutter, die ihn besuchen wollte, eine spezielle Reisekrankenversicherung bei einem deutschen Versicherer abgeschlossen. Kurz nach der Ankunft erlitt die 71-Jährige einen Herzinfarkt und musste operiert werden.

Der Versicherer wollte nicht zahlen. Er machte geltend, die Frau habe vor Jahren schon einmal einen Herzinfarkt gehabt und leide unter Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Diabetes. Im Berufungsprozess gaben die Richter dem Mann und seiner Schwiegermutter recht. Beide hätten vor Reisebeginn den Infarkt nicht absehen können. Demnach handelte es sich um eine akute und unerwartete Erkrankung. Dafür muss der Versicherer einspringen.

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