Manche Reisende habens schwerer

Die Auslandsreise-Krankenversicherer behandeln nicht alle Kunden gleich. Bei manchen kann es bei Abschluss oder Regulierung zu Problemen kommen.

  • Schwangere: In den Versicherungsbedingungen wird die Übernahme von Kosten für Frühgeburten und Neugeborenenschutz meist nicht explizit geregelt. Schwangere sollten sich von ihrem Versicherer schriftlich geben lassen, dass er auch für solche Kosten aufkommt.
  • Ausländer: Einige Versicherer verwenden in ihren Vertragsbedingungen eine Staatsangehörigkeitsklausel. Diese schließt den Versicherungsschutz aus, wenn Ausländer in ihrem Heimatland Urlaub machen. Zu diesen Versicherern gehören Mannheimer, Münchner Verein, Volksfürsorge und bedauerlicherweise auch die Düsseldorfer, deren ­sonstige Bedingungen ein Vorbild an Kundenfreundlichkeit sind.
  • Sportler: Einige Versicherer übernehmen die Kosten nicht, wenn der Versicherte sich bei Wettkämpfen oder etwa beim ­Training verletzt. Hierzu gehören ADAC, Arag, Asstel, Elvia, Hallesche, Mannheimer, Pax Familienfürsorge und Volksfürsorge. Sportliche Aktivitäten von Berufssportlern sind bei allen Versicherern vom Schutz ausgenommen.
  • Beruflich Reisende. Einige Versicherer bieten für beruflich Reisende gar keinen Schutz, andere einen gesonderten Tarif oder begrenzen die Dauer der einzelnen Reisen auf kürzere Fristen.
  • Ältere Reisende. Für Senioren kann es manchmal schwierig sein, eine Auslandsreise-Krankenversicherung zu bekommen, denn viele Versicherer haben Altershöchstgrenzen. Die von uns empfohlenen Tarife - siehe „Unser Rat (1)“ -­ haben keine solche Altersgrenze. Aber teurer wird es für Senioren fast immer, besonders bei längeren Reisen. So verlangt die UKV zum Beispiel für Reisen von einem Jahr von bis 59-Jährigen 503 Euro und von Urlaubern ab 60 Jahren 2 934 Euro. Für günstige Langzeitangebote, siehe „Unser Rat (2)“.
  • Chronisch Kranke: Die Versicherer kommen nicht für die Behandlung der chronischen Krankheit auf, aber für ­Behandlungen aufgrund anderer Erkrankungen schon. Die Kosten der chronischen Krankheit bezahlt die gesetzliche Krankenkasse – auch in Ländern, die nicht zur EU gehören und mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat wie die USA, Thailand oder Australien. Die Kosten werden aber maximal bis zu den in Deutschland üblichen Beträgen erstattet, und dies meist nur bis zu sechs Wochen.

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