Tipps

  • Gesetzlich. Schließen Sie als Gesetzlich Krankenversicherter auf jeden Fall eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab. Die Kasse zahlt in der Regel nur für die Behandlung vor Ort - und das auch nur innerhalb der Europäischen Union und in Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Für einen Krankenrücktransport kommt sie nicht auf.
  • Privat. Sind Sie privat krankenversichert, erkundigen Sie sich vor einer Auslandsreise bei Ihrer Gesellschaft, ob sie einen Rücktransport erstatten würde. Die meisten tun dies, aber nicht alle.
  • Langzeitschutz. Meist gilt eine Reisekrankenpolice für mehrere Reisen, für bis zu 42 Tage am Stück. Wenn Sie länger weg wollen, brauchen Sie einen Vertrag mit Langzeitschutz für eine Einzelreise.
  • Altersklassen. Die Versicherer bilden Altersklassen. Die untere Klasse endet spätestens mit 70 Jahren. Einige Anbieter unterteilen ihre Tarife in viele Altersklassen und nach Geschlecht.
  • 90-Tage-Reise. Wenn Sie jünger als 69 Jahre sind, zahlen Sie bei Reisen von 90 Tagen bei der Concordia am wenigsten für die Reisekrankenversicherung. Sind Sie älter als 69 Jahre ist die Würtembergische günstig. Einen Tarife-Vergleich für Reisen von 90 Tagen finden Sie in Finanztest 7/2005 oder online komplett + interaktiv.
  • Studenten und Au-Pairs. Fragen Sie bei den zuständigen Organisationen nach. Diese bieten oft Gruppenverträge an. In manchen Ländern sind Studenten über das dortige Sozialsystem versichert. Ein Krankenrücktransport nach Hause ist damit aber nicht abgedeckt.
  • Notfall. Rufen Sie zuerst Ihren Versicherer an, wenn etwas passiert. Er wird Ihnen erklären, wie Sie am besten weiter vorgehen. Kleinere Behandlungen zahlen Sie erst selbst. Sie erhalten das Geld später vom Versicherer zurück. Heben Sie auf jeden Fall die Rechnung und schriftliche Angaben über Diagnose und Therapie auf. Reichen Sie diese bei der Versicherung ein. Bitten Sie den Versicherer bei größeren Behandlungen, die Kostenübernahme direkt mit dem behandelnden Arzt oder Krankenhaus zu regeln.
  • Abzocker. Es gibt immer wieder Ärzte, die ausländische Reisende mit völlig überhöhten Honoraren abzocken wollen. Obwohl der Versicherte den Arzt frei wählen darf, kann das bei der Kostenübernahme zu Problemen führen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherer nach seriösen Ärzten oder lassen Sie sich die freie Arztwahl nochmals bestätigen.
  • Infos. Das Auswärtige Amt bietet Ihnen unter www.auswaertiges-amt.de Länder- und Reiseinformationen. Telefonische Infos erhalten Sie unter 0 18  88/1 70.

Versicherungsschutz für chronisch Kranke

  • Reiseschutz. Auch wenn Sie chronisch krank sind, sollten Sie eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Der private Reiseversicherer zahlt zwar nicht für die Behandlung der chronischen Krankheit. Aber für Unfälle und Behandlungen aufgrund anderer Erkrankungen.
  • Nachweis. Sie müssen Ihrer Krankenkasse nachweisen, dass Sie für Ihre chronische Krankheit keine andere Versicherung bekommen. Informieren Sie deshalb unbedingt den privaten Reiseversicherer über Ihre Krankheit. Lassen Sie sich schriftlich geben, dass dieser nur Behandlungen der chronischen Krankheit vom Schutz ausnimmt.
  • Sicherheit. Die Kosten der chronischen Krankheit bezahlt dann Ihre gesetzliche Krankenkasse - auch in Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören und mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat wie Amerika, Thailand oder Südafrika.
  • Leistung. In der Regel bezahlt Ihre Kasse maximal bis zu den in Deutschland üblichen Beträgen und dies in der Regel nur bis zu sechs Wochen. Wenn Sie aber nachweisen, dass Sie wegen Ihrer Schule oder Ihres Studiums verreisen müssen, zahlt Ihr Versicherer bis zu einem Jahr.

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