Auslandsreise-Krankenversicherung Test

Austauschstudenten, Weltenbummler oder Rentner, die im Süden überwintern, haben eins gemein: Sie brauchen eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Langzeitschutz. Grund: Die normale Reisekrankenpolice für den Urlaub gilt zwar meist für mehrere Reisen, dafür aber nur 42 Tage am Stück. Finanztest hat Reisekrankenversicherungen mit dreimonatigem und einjährigem Versicherungsschutz verglichen und sagt, wie Sie sich gut und günstig für einen längeren Auslandsaufenthalt absichern.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Auslandsreise-Krankenversicherung

Notwendiger Schutz

Vor allem Kassenpatienten sollten eine Reisekrankenversicherung abschließen. Denn die Kasse zahlt im Notfall nur für die Behandlung vor Ort - und das nur innerhalb der EU und in Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Einen Rücktransport nach Hause zahlt sie nicht. Wer etwa in den Vereinigten Staaten keine Krankenversicherung hat, muss die extrem hohen Kosten bar bezahlen. Kann er das nicht, kommen noch mal Gebühren obendrauf. Auch in beliebten Reisezielen wie Thailand oder Südafrika müssten Kassenpatienten die finanziellen Folgen einer Krankheit oder eines Unfalls allein tragen.

Was die Reisekrankenversicherung leistet

Alle Reisekrankenversicherungen zahlen für ambulante und stationäre Behandlungen, die verordneten Medikamente und Heilmittel sowie den Transport zum nächsten Krankenhaus oder Notarzt. Ein ärztlich verordneter Rücktransport nach Hause ist ebenfalls abgedeckt. Stirbt der Versicherte während der Reise, übernehmen die meisten Unternehmen die Kosten für die Überführung oder die Bestattung des Toten im Ausland. Wie viel sie dafür zahlen, ist im Versicherungsvertrag festgelegt. Darüber hinaus helfen viele Versicherer in besonderen Situationen weiter - etwa wenn der Versicherte ein Medikament im Ausland nicht erhält oder wichtige Dokumente verliert.

Große Preisunterschiede

Je länger eine Reise dauert, desto teurer ist die Versicherung. So kostet etwa die Police für den normalen Sommerurlaub nur ein paar Euro. Das zeigt ein Vergleich von Auslandsreise-Krankenversicherungen in FINANZtest 5/2005 oder auch online komplett und interaktiv. Deutlich teurer ist die Versicherung für längere Auslandsaufenthalte. Je nach Anbieter liegen die Beiträge zwischen ein paar Hundert und über Tausend Euro. Geht etwa ein junger Student für ein Jahr ins Ausland, zahlt er bei der günstigen Würzburger für die Reisekrankenversicherung ohne Selbstbehalt 347 Euro. Bei der Halleschen Versicherung dagegen muss er über 1 300 Euro hinlegen, zumindest wenn es in die USA geht. Gehts woanders hin, bietet die Hallesche den gleichen Tarif für 663 Euro ohne Selbstbehalt an.

Nicht alles inklusive

Den Komplettschutz gibts auch mit der Reisekrankenversicherung nicht: Schlägt sich der Versicherte etwa bei einem Unfall die Zähne aus, leistet das Unternehmen nur begrenzt. Es übernimmt die Kosten für schmerzstillende Zahnbehandlungen, einfache Zahnfüllungen und Reparaturen von Zahnersatz, nicht aber den Zahnersatz selbst. Auch Psychotherapien oder Entzugsbehandlungen übernehmen die Versicherer nicht, eben so wenig wie die Kosten für Kuren, Massagen oder für Hilfsmittel wie Brillen und Hörgeräte. Für die meisten Fälle jedoch, dürften Reisende mit einer Reisekrankenversicherung gut gewappnet sein.

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