Mit der Reisebuchung hören die Vorbereitungen des Urlaubs nicht auf. Damit die lange ersehnten freien Tage auch wirklich stressfrei ablaufen, müssen Urlauber ein wenig mehr berücksichtigen. So sollte immer auch eine Police der Auslandsreise-Krankenversicherung im Gepäck liegen - selbst bei Reisen innerhalb Europas. Denn Krankenkassen zahlen nicht für alle medizinischen Leistungen im Ausland und schon gar nicht den Rücktransport in die Heimat. Und: Neben Bargeld sollten Urlauber auch zwei Plastikkarten im Portmonee haben. Finanztest sagt in diesem Reise-Spezial, welche Versicherungen Urlauber brauchen, welche Zahlungsmittel ins Gepäck gehören und welches davon am günstigsten ist.

Begrenzter Schutz

Kassenpatienten genießen im Ausland nur regional begrenzten Krankenversicherungsschutz. Das gilt innerhalb der Europäischen Union und auch in Israel, Kroatien, Mazedonien, Marokko, Polen, Rumänien, die Schweiz, Serbien/Montenegro, Slowenien, die Türkei, Tunesien und Ungarn. In allen anderen Ländern ist jeder Privatpatient. Eine Reisekrankenversicherung ist also in jedem Fall angesagt.

Zwei Varianten

Urlauber können entweder einen Jahresvertrag oder eine Krankenversicherung für nur eine Reise abschließen. Mit dem Jahresvertrag kaufen sich Versicherte Schutz für mehrere Reisen. Allerdings dürfen diese meist nicht länger als jeweils 42 Tage dauern. Der Schutz ist nicht teuer: Jahresverträge gibts für Singles bereits ab knapp 5 Euro. Wer länger in den Urlaub will, muss sich jeweils für die einzelne Reise absichern. Der Preis hängt hier von der Reisedauer ab.

Zahlreiche Leistungen

Die Auslandsreise-Krankenversicherung zahlt im Urlaubsland beispielsweise für Medikamente, notwendige Röntgenaufnahmen oder Operationen sowie für schmerzstillende Zahnbehandlungen. Arzt und Krankenhaus können Versicherte frei wählen. Wichtig: Die Police deckt auch den Krankenrücktransport nach Deutschland ab.

Mindestens drei

Neben der Auslandreise-Krankenversicherung müssen sich Urlauber aber auch um die Reisekasse kümmern. Hier gilt: Neben Bargeld gehören auch die Maestro- oder die Postbank-Sparcard sowie eine Kreditkarte ins Gepäck. Wer besonders sicherheitsbewusst ist, kann zusätzlich Reiseschecks in der entsprechenden Landeswährung in den Urlaub mitnehmen. Allerdings sollten die Zahlungsmittel nie an einem Ort oder in einer Geldbörse zusammen aufbewahrt werden.

Preiswert bezahlen

Geld abheben oder mit der Karte bezahlen - Urlauber sollten Provisionen und Gebühren ihrer Bank kennen. Beim Abheben vom Geldautomaten ist in den meisten Fällen die Maestrokarte die beste Wahl. Noch günstiger ist die Postbank-Sparcard. Kunden können mit ihr im Ausland bis zu viermal im Jahr kostenlos Geld an allen Visa/Plus-Automaten abheben. Mit der Kreditkarte sollten Urlauber dagegen nur im Notfall Bargeld abheben. Dafür ist das Bezahlen mit ihr meist günstiger - und in vielen Ländern aufgrund der größeren Akzeptanz auch notwendig.

Hinweis: Weitere Informationen zu Reiseversicherungen und zur Reisekasse finden Sie im Reise-Spezial.

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