Auslands­kranken­versicherung

Das leistet die Auslands­kranken­versicherung

18.05.2021

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Inhalt

Eine Auslands­kranken­versicherung ist für jeden sinn­voll, der ins Ausland reist. Bei Erkrankung oder Unfall schützt sie davor, dass der Urlaub nicht auch noch durch hohe Arzt­rechnungen verdorben wird. Dennoch bezahlt sie nicht auto­matisch jede Behand­lung oder jedes Medikament. Vor allem chronisch Kranke, Schwangere oder Sportler haben häufiger Probleme, wenn sie eine Police abschließen oder Leistungen in Anspruch nehmen wollen.

Tipp: Im FAQ Reiseversicherung finden Sie wichtige Informationen zur Absicherung von Reisen ins Ausland. Es gibt Langzeit-Auslandskrankenversicherungen, die lange Reisen und Aufenthalte bis zu fünf Jahren abdecken.

Wie andere Reise­versicherungen helfen

  • Die Reiserücktrittsversicherung zahlt die Storno­gebühren, wenn die Reise wegen Erkrankung oder Unfall nicht angetreten werden kann.
  • Die Reise­abbruch­versicherung kommt für Kosten auf, wenn der Urlauber vorzeitig abreisen oder ungeplant verlängern muss.
  • Die Gepäckversicherung lohnt sich nur in speziellen Fällen.

Auslands­kranken­versicherung für jeden sinn­voll

Gesetzlich Kranken­versicherte sollten vor ihrer Reise unbe­dingt eine zusätzliche Auslands­kranken­versicherung abschließen. Denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur für ambulante und stationäre Behand­lungen, wenn der Versicherte sich inner­halb der EU und in Staaten aufhält, mit denen ein Sozial­versicherungs­abkommen besteht.

Dazu kommt: Oft rechnen Ärzte im Ausland privat ab, die nächst­gelegene Klinik ist eine Privatklinik oder es gibt einen hohen Eigen­anteil für gesetzlich Versicherte. Dann bleibt der Urlauber auf den Kosten sitzen. Außer­halb der EU zahlt die Krankenkasse nicht, einen Krankenrück­trans­port zahlt sie nie. Auch für Privatversicherte kann sich eine Auslands­kranken­versicherung lohnen, da nicht jeder private Kranken­versicherer solch einen Rück­trans­port über­nimmt. Außerdem kann sich ein Privatversicherter, der im Urlaub krank wird, so den möglichen Anspruch auf Beitrags­rück­erstattung am Jahres­ende erhalten.

Das zahlt die Auslands­kranken­versicherung

  • ambulante ärzt­liche Behand­lungen, Röntgen­diagnostik und Operationen
  • ärzt­lich verordnete Arznei-, Verband- und Heil­mittel
  • schmerz­stillende Zahnbe­hand­lungen, einfache Zahnfül­lungen, Reparaturen von Zahn­ersatz und manchmal provisorischen Zahn­ersatz
  • meist unfall­bedingt erst­mals notwendige Hilfs­mittel wie beispiels­weise Krücken (zum Teil auch gegen Leih­gebühr)
  • ärzt­liche Leistungen, Sach­mittel, Unterbringung und Verpflegung bei einem Kranken­haus­auf­enthalt
  • den Trans­port zum nächsten Kranken­haus oder Notarzt durch Rettungs­dienste
  • den medizi­nisch notwendigen Rück­trans­port in ein Kranken­haus in Deutsch­land – teil­weise auch schon, wenn er medizi­nisch sinn­voll ist
  • im Todes­fall Kosten für die Über­führung oder Bestattung im Ausland oft bis rund 10 000 Euro

Das zahlt die Auslands­kranken­versicherung nicht

  • keinen Schutz bekommen Versicherte, wenn der Zweck der Reise die Behand­lung ist
  • für Behand­lungen, bei denen vor Reiseantritt fest­stand, dass sie während der Reise statt­finden müssen
  • bei vorhersehbaren Kriegs­ereig­nissen und Unruhen oder aktiver Teil­nahme an diesen
  • nach vorsätzlich herbeigeführten Krankheiten oder Unfällen
  • für Entzugs­behand­lungen
  • für Psycho­therapie, Psycho­analyse und Hypnose
  • für reguläre Unter­suchungen wegen einer Schwangerschaft, für Entbindung oder für Schwanger­schafts­abbruch. Ausnahme sind akut auftretende Komplikationen
  • für die Neuanfertigung von Zahn­ersatz wie Kronen oder Implantate sowie Kiefer­ortho­pädie
  • für Nähr- und Stärkungs­präparate
  • für bestimmte Hilfs­mittel wie Brillen oder Hörgeräte
  • für Kur, Sanatorium und Rehabilitation
  • für die Unterbringung bei Pflegebedürftig­keit

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Für wen es problematisch werden kann

Die Auslands­kranken­versicherer behandeln nicht alle Kunden gleich. Bei manchen kann es bei Abschluss oder Regulierung zu Problemen kommen.

  • Schwangere. In den Versicherungs­bedingungen wird die Über­nahme von Kosten für Früh­geburten und Neugeborenen­schutz manchmal nicht explizit geregelt. Schwangere sollten sich dann von ihrem Versicherer schriftlich bestätigen lassen, dass er für solche Kosten aufkommt.
  • Sportler. Einige Versicherer über­nehmen die Kosten nicht, wenn der Versicherte sich bei Wett­kämpfen oder beim Training verletzt. Manchmal gilt der Ausschluss nur für bestimmte Sport­arten. Sport­liche Aktivitäten von Berufs­sport­lern sind meist gar nicht versichert.
  • Beruflich Reisende. Einige Versicherer bieten für beruflich Reisende gar keinen Schutz, andere begrenzen die Dauer der einzelnen Reisen.
  • Ältere Reisende. Einige Versicherer haben Höchst­alters­grenzen für bestimmte Tarife. Ältere bekommen dort keinen Schutz mehr. Teurer wird es für Senioren fast immer, sie müssen höhere Beiträge zahlen. Auch eine Familien-Police kostet mehr, wenn ein Älterer mitversichert ist.
  • Chro­nisch Kranke. Die Versicherer kommen in der Regel nicht für die Behand­lung einer chro­nischen Krankheit auf, für Behand­lungen aufgrund anderer Erkrankungen schon. Bei chro­nischen Krankheiten springt nach Vorabsprache die gesetzliche Krankenkasse ein – auch in Ländern, die nicht zur EU gehören und mit denen Deutsch­land kein Sozial­versicherungs­abkommen hat wie die USA, Thai­land oder Australien. Die Kosten werden maximal bis zu den in Deutsch­land üblichen Beträgen erstattet, und dies nur bis zu sechs Wochen.

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